Am 19. Dezember verstarb die ukrainische Regisseurin, Gründerin und Leiterin des Charkiwer Theaters „Arabesque“, Switlana Oleschko, im Alter von 51 Jahren. Ihr Tod war ein unerwarteter Verlust für die Theatergemeinschaft und alle, die sie persönlich kannten. Switlanas Ex-Mann, der bekannte Schriftsteller Serhij Schadan, teilte die traurige Nachricht auf Facebook mit.
Switlana Oleschko war eine berühmte Regisseurin, die Kollegen und Publikum mit ihrer Energie und ihrem Talent begeisterte. Ihre Werke, darunter die Stücke „Aeneis“, „Roter Elvis“ und „Radio Chanson: Acht Geschichten über Juri Zoifer“, prägten das moderne ukrainische Theater. Das von ihr in Charkiw gegründete „Arabesken“-Theater erlangte dank seiner innovativen Inszenierungen und seines lebendigen künstlerischen Ansatzes große Popularität.
Nach dem Krieg hielt sich Svitlana in Polen auf, wo sie am Polnischen Theater, benannt nach A. Shifman, arbeitete. Trotz der erzwungenen Emigration setzte sie ihre hingebungsvolle Arbeit für die Theaterkunst fort.
Svitlana Oleshko und Serhiy Zhadan lebten zwölf Jahre lang zusammen. Während ihrer Ehe wurde ihr Sohn Ivan geboren. Nach der Scheidung blieb ihr Verhältnis freundschaftlich, was sich in Zhadans aufrichtiger Trauer über den Verlust zeigte.
Nach der Nachricht von Svetlanas Tod sprachen ihre Freunde und Kollegen der Familie ihr Beileid aus. Natalia, eine Bekannte der Regisseurin, schrieb:
„Talentiert, charismatisch, intelligent – sie war für viele von uns eine Quelle der Inspiration. Mit ihrer Energie und Freundlichkeit veränderte Svetlana die Welt um sich herum.“
Svitlana Oleshko wird als herausragende Persönlichkeit des ukrainischen Theaters und als Mensch, der Liebe und Inspiration schenkte, in Erinnerung bleiben. Ihr kreatives Erbe wird auf den Theaterbühnen und in den Herzen des Publikums weiterleben.

