Feiertag am 23. Januar: Was wird in der Ukraine und auf der ganzen Welt gefeiert?

Der 23. Januar ist in der Ukraine kein offizieller Feiertag, hat aber in vielerlei Hinsicht – historisch, religiös und gesellschaftlich – symbolische Bedeutung. An diesem Tag rückt die Welt die Gesundheit von Frauen in den Fokus, Gläubige ehren eine heilige Märtyrerin, und die Ukrainer gedenken Ereignissen, die die Geschichte des Landes nachhaltig geprägt haben.

In der ukrainischen Geschichte ist der 23. Januar mit wichtigen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen verbunden. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde an diesem Tag ein Freundschaftsvertrag zwischen der Saporoger Armee und dem Krimstaat geschlossen, der für die Kosakendiplomatie von strategischer Bedeutung war. Auch in der modernen Geschichte erlebte die Ukraine am 23. Januar 2002 ihren ersten Schachweltmeister, und 2005 fand an diesem Tag die Amtseinführung des neu gewählten Präsidenten statt, die zu einem der wichtigsten politischen Ereignisse des frühen 21. Jahrhunderts wurde.

International ist der 23. Januar dem Thema Mütter- und Frauengesundheit gewidmet. In verschiedenen Ländern wird an diesem Tag die Bedeutung einer zugänglichen medizinischen Versorgung für Frauen, der Krankheitsprävention sowie der sozialen Unterstützung von Müttern hervorgehoben. Obwohl dieser Tag in der Ukraine keinen offiziellen Status hat, ist er für die ukrainische Gesellschaft dennoch von Bedeutung.

Der Kirchenkalender misst dem 23. Januar ebenfalls besondere Bedeutung bei. Gemäß der neuen julianischen Tradition ehren die Gläubigen an diesem Tag das Andenken des heiligen Märtyrers Clemens von Ancyra, der als Schutzpatron der Gesundheit und der körperlichen Ausdauer verehrt wurde. Zuvor wurde an diesem Tag nach dem julianischen Kalender des heiligen Gregor von Nyssa gedacht, einem der bedeutendsten Theologen des frühen Christentums.

Volksbräuche und -symbole am 23. Januar waren eng mit der Wetterbeobachtung und den täglichen Arbeiten verbunden. Man glaubte, dass lang anhaltender Frost an den Bäumen einen kalten Sommer ankündigte, nasser Schnee einen langen und regnerischen Frühling und der Nordwind eine späte Erwärmung verhieß. Der Tag galt als günstig für Haushalts- und Wirtschaftsangelegenheiten, insbesondere für die Reinigung und die Vorbereitung von Vorräten zum Ende des Winters.

Bestimmte Bräuche wurden mit dem Wohlergehen der Familie in Verbindung gebracht. In einigen Regionen wurden Ende Januar Pasteten mit Fleischfüllung zubereitet und mit Verwandten geteilt, da man glaubte, dies stärke die Familienbande und bringe Harmonie ins Haus.

Gleichzeitig gab es auch Verbote. Dem Volksglauben zufolge sollte man sich am 23. Januar nicht der Traurigkeit hingeben, faul sein oder wichtige Angelegenheiten aufschieben. Man glaubte, dass Gleichgültigkeit und Passivität an diesem Tag den Verlauf des gesamten Jahres negativ beeinflussen könnten.

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