Mitarbeiter des Staatlichen Ermittlungsbüros entlarvten zusammen mit dem Sicherheitsdienst der Ukraine den Kommandanten einer Militäreinheit in der Region Kiew, der systematisch illegale Vorteile von seinen Untergebenen annahm.
Den Ermittlungen zufolge erpresste der Offizier im Jahr 2023 von Soldaten Geld für inoffizielle Genehmigungen, ihren Dienstort zu verlassen. Konkret ging es um die Möglichkeit, sich außerhalb der Kiewer Garnison frei bewegen zu können. Die Untergebenen überwiesen das Geld auf die private Bankkarte des Kommandanten.
Die SBI stellt fest, dass der Beamte seine offizielle Position zu seiner eigenen Bereicherung missbrauchte, psychologischen Druck auf das Militär ausübte und es in eine Abhängigkeitsstellung brachte. Dadurch schuf er ein Korruptionssystem innerhalb der Einheit.
Im Rahmen der Voruntersuchung dokumentierten die Strafverfolgungsbehörden mindestens 14 Fälle, in denen neun Soldaten Bestechungsgelder annahmen.
Dem Kommandanten wurde der Verdacht der unrechtmäßigen Erlangung und Annahme von Vorteilen in großem Umfang gemäß Artikel 368 Absatz 1 und 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches, insbesondere durch vorherige Absprache einer Personengruppe, mitgeteilt. Über die Wahl einer Präventivmaßnahme wird derzeit entschieden.
Darüber hinaus haben die Ermittler festgestellt, dass auch die Beamten, die Gelder an den Beamten überwiesen haben, zur Rechenschaft gezogen werden. Im Jahr 2025 wurden neun Personen wegen der Gewährung illegaler Vorteile angezeigt. Die Anklageschriften wurden bereits an das Gericht übermittelt.
Die Strafverfolgungsbehörden betonen, dass solche Verbrechen die Disziplin und das Vertrauen innerhalb der Streitkräfte untergraben, insbesondere unter Kriegsrecht, wenn die Aufrechterhaltung von Ordnung und Recht und Ordnung von entscheidender Bedeutung ist.

