Der Kreml fordert die Anerkennung der Besatzungszone und der entmilitarisierten Zone in der Ukraine

Laut einem Bericht der Washington Post unter Berufung auf europäische Geheimdienste ist eine friedliche Beilegung des Krieges in der Ukraine bis 2026 aufgrund der harten Haltung Russlands in den Verhandlungen unmöglich.

Laut der Veröffentlichung erstellte die Denkfabrik, die enge Verbindungen zum Fünften Dienst des FSB (zuständig für Operationen in der Ukraine) unterhält, eine Woche vor den Gesprächen zwischen Russland und den USA am 18. Februar in Riad ein Dokument mit den möglichen Bedingungen des Kremls.

In diesem Dokument wurden Donald Trumps Pläne, innerhalb von 100 Tagen Frieden zu erreichen, als unrealistisch bezeichnet, und der Verhandlungsprozess wurde als einer beschrieben, der sich mindestens bis 2026 hinziehen würde.

Welche Forderungen stellt der Kreml?

Russland fordert:

  • Anerkennung ihrer Souveränität über die besetzten Gebiete der Ukraine.
  • Schaffung einer Pufferzone in der Nordostukraine – an der Grenze zu den Regionen Brjansk und Belgorod.
  • Bildung einer entmilitarisierten Zone in den südlichen Regionen der Ukraine, einschließlich der Region Odessa.
  • Die Weigerung der Ukraine, der NATO beizutreten, und die Möglichkeit der Teilnahme prorussischer Parteien an den Wahlen.

Das Dokument stellt außerdem fest, dass „das Kiewer Regime nicht von innen heraus verändert werden kann, sondern seine vollständige Auflösung erfordert.“.

Darüber hinaus lehnt Russland jegliche Friedenstruppen kategorisch ab, da es der Ansicht ist, dass diese unter „westlichem Einfluss“ operieren würden.

Was bietet Russland den Vereinigten Staaten?

Russland sieht im Mineralienhandel, insbesondere in besetzten Gebieten, eine Möglichkeit, seine Verhandlungsposition zu stärken. Der Kreml betont außerdem:

  • Die USA haben die Waffenlieferungen an die Ukraine eingestellt
  • Russland hat die Militärlieferungen an Länder eingestellt, die den Vereinigten Staaten „unfreundlich“ gesinnt sind.

Gleichzeitig lehnt der Kreml die Idee einer Lockerung der Sanktionen als Reaktion auf Zugeständnisse ab, da er der Ansicht ist, dass dies ihm nicht genügend Vorteile bringen würde.

Verhandlungsaussichten

Europäische Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland die Verhandlungsposition der USA schwächt, indem es die innenpolitischen Spannungen in Washington ausnutzt. Der Kreml spekuliert zudem darauf, künftig ein günstigeres Abkommen erzielen zu können, falls die Kämpfe vorübergehend eingestellt werden und die Ukraine geschwächt wird.

Eine friedliche Einigung in naher Zukunft erscheint daher unwahrscheinlich, da Moskau Ultimaten stellt, die den Interessen der Ukraine und ihrer Verbündeten widersprechen.

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