Der Kreml deutete neue Angriffe auf ukrainische Energieanlagen an

Trotz öffentlicher Vereinbarungen mit Donald Trump und eines erklärten Moratoriums für Angriffe auf Energieanlagen hat Russland offiziell das Ende der Waffenruhe verkündet. Am 18. April sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow: „Ein Monat ist vergangen, aber der Präsident hat keine neuen Anweisungen gegeben.“ Formell ist es nun das Ende, inoffiziell war es von Anfang an das Ende.

Erinnern wir uns: Nach Gesprächen hinter verschlossenen Türen zwischen Trump und Putin einigten sich die Parteien auf einen 30-tägigen Verzicht auf Angriffe auf Energieinfrastruktur. Die Ukraine stimmte als erstes Land zu. Russland tat dies formell ebenfalls, griff aber innerhalb einer Stunde eine wichtige Anlage in Slawjansk an.

Trotzdem vermied der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff direkte Kritik am Kreml und erklärte stattdessen, es gebe keine Bestätigung für den Verstoß. In der Ukraine hingegen gibt es zahlreiche solcher „Bestätigungen“. Das Außenministerium berichtet, dass Russland während der „Waffenruhe“ mindestens 30 Angriffe auf Energieanlagen durchgeführt hat.

Der Sprecher des Außenministeriums, Heorhiy Tykhyi, teilte mit, dass Transformatoren in den Regionen Mykolajiw und Cherson sowie Stromleitungen in der Zentralregion beschädigt wurden. Alle Fälle seien, so der Diplomat, erfasst und an Partner in der EU und internationalen Organisationen weitergeleitet worden.

Präsident Wolodymyr Selenskyj räumte auf einer Pressekonferenz ein, dass die Intensität der Angriffe auf Energieanlagen zwar abgenommen habe, die Zahl der Angriffe auf zivile Infrastruktur jedoch insgesamt nicht zurückgegangen sei. „Die Angriffe mit Drohnen und Raketen, einschließlich ballistischer Raketen, dauern an. Sie haben nicht abgenommen“, betonte er.

Während Moskau offiziell das Ende des Moratoriums verkündet, spricht man in Kiew von einer weiteren Täuschung. Russland hat seine Versprechen nicht gehalten und seine Angriffe nun faktisch legalisiert. Der Kreml, der einmal mehr seine Missachtung diplomatischer Abkommen demonstriert, versucht, die Verantwortung auf die Ukraine abzuwälzen. Peskow erklärte, die ukrainischen Streitkräfte hätten sich angeblich nicht an das Verbot gehalten und Moskau „provoziert“.

Während Putin stillschweigend Energieterror unterstützt und die Welt die offensichtlichen Tatsachen ignoriert, bleibt die ukrainische Infrastruktur Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen. Und selbst das formelle Ende der Waffenruhe ändert nichts an der Tatsache: Sie hat nie stattgefunden.

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