Die Lage an der Front in der Ukraine deutet darauf hin, dass Russland sich auf eine neue Phase der Kampfhandlungen an mehreren Fronten gleichzeitig vorbereitet. Anzeichen für die Aktivierung russischer Truppen lassen darauf schließen, dass der Kreml ein Szenario der Beendigung des Krieges auf diplomatischem Wege nicht in Betracht zieht und weiterhin auf die Durchsetzung seiner Bedingungen mit Gewalt setzt.
Nach jüngsten Einschätzungen westlicher Analysten plant Russland in diesem Sommer großangelegte Offensivoperationen in der Südukraine und im Donbas. Zu diesem Zweck beabsichtigt das russische Militärkommando, strategische Reserven zu mobilisieren, deren Aufbau seit 2025 läuft.
Analysten zufolge deutet allein die Tatsache, dass Reserven angelegt und großangelegte Operationen geplant werden, auf Moskaus Zögern hin, den Krieg zu beenden. Im Gegenteil, der Kreml sieht das Jahr 2026 als Chance, die Lage auf dem Schlachtfeld zu verändern, indem er seine Streitkräfte konzentriert und versucht, die ukrainischen Verteidigungslinien zu durchbrechen.
Gleichzeitig weisen Experten auf die gravierenden Einschränkungen der russischen Armee hin. Das Hauptproblem bleibt der Personalmangel. Ständige Verluste an der Front beeinträchtigen Russlands Fähigkeit, über längere Zeit ein hohes Tempo der Kampfhandlungen aufrechtzuerhalten.
Analysten schätzen, dass die verfügbaren Reserven möglicherweise nicht ausreichen, um die formulierten militärischen Ziele zu erreichen. Schwierigkeiten bei der Personalauffüllung, logistische Probleme und die Erschöpfung der Einheiten verringern Russlands Potenzial für langfristige und großangelegte Offensivoperationen.
Trotz der Vorbereitungen für eine neue Offensive bleiben die Fähigkeiten des Kremls somit begrenzt, und das Festhalten an einem aggressiven Vorgehen garantiert Russland keinen strategischen Erfolg im Krieg gegen die Ukraine.

