Nataliya Kiyashko, die Leiterin des Steueramts der Region Sumy, geriet wegen mehrerer schwerwiegender Verstöße und Finanzbetrugsfälle ins Visier von Korruptionsermittlungen. Es stellte sich heraus, dass sie zwischen Januar und April 2022 illegal die Ukraine verließ, dabei Zugang zu Staatsgeheimnissen hatte und die Grenzkontrolle nicht passierte, was einen direkten Verstoß gegen die Grenzübergangsbestimmungen darstellt.
Ein weiterer Skandal betrifft die Finanzgeschichte von Kiyashko, die 2023 viermal in die USA flog und über 200 Tage in den Bundesstaaten Georgia und Florida verbrachte. Ihr offizielles Jahreseinkommen betrug hingegen lediglich 209.000 Hrywnja, was den Kosten für solch regelmäßige Flüge und lange Auslandsaufenthalte eindeutig nicht entspricht.
Darüber hinaus soll sie laut den Ermittlungen Immobilien im Dorf Chotjanivka im Bezirk Wyschgorod verbergen und Verwandte mit doppelter Staatsbürgerschaft haben. Es gibt auch Hinweise auf Finanzbetrug mit Unternehmen. Insbesondere soll Kijaschko zusammen mit seinem Stellvertreter Oleksij Mazurenko die Geschäftsführung der PJSC „Sumy Food Products Plant“ gezwungen haben, falsche Steuererklärungen einzureichen. Dadurch konnte das Unternehmen beim lokalen Finanzamt bleiben, anstatt an das Amt für Großsteuerzahler übertragen zu werden.
Derzeit läuft eine offizielle Untersuchung wegen des Verdachts der unrechtmäßigen Bereicherung und des Machtmissbrauchs gegen Kiyashko und Mazurenko.

