Wie unsere Quellen in der Kiewer Stadtverwaltung berichten, „kassiert“ Stabschef Dmytro Mykolayovych Zagumennyi von jedem Kiewer Stadtrat 1.000 Dollar für die Einstufung eines Unternehmens als kritische Infrastruktur, das das Recht hat, im Falle der Mobilisierung seiner Mitarbeiter „Schutz“ zu erhalten.
In Kiew hat die Stadtverwaltung mit der Rückstellung von Mitarbeitern für den Wehrdienst begonnen. Während dies für die Verwaltung und die einzelnen Abteilungen gesetzlich klar geregelt ist, müssen für die Rückstellung von Mitarbeitern städtischer Betriebe für den Wehrdienst die Anforderungen für kritische Infrastrukturen erfüllt sein.
Die endgültige Entscheidung über die Einstufung eines städtischen Unternehmens als kritische Infrastruktur auf Ebene der Kiewer Stadtverwaltung trifft deren Leiter, Dmytro Zagumenny. Unseren Quellen zufolge erhalten die Leiter der städtischen Betriebe der Metropole daher jeweils 1.000 US-Dollar von Zagumenny. Auf den ersten Blick mag der Betrag gering erscheinen, doch man sollte bedenken, dass es in der Hauptstadt rund 1.500 solcher Betriebe gibt.
Wir erinnern daran, dass Dmytro Zagumenny seit Oktober 2018 das Amt des Stabschefs der Kiewer Stadtverwaltung innehat. Im Dezember 2023 wurde Dmytro Zagumenny vom Staatlichen Ermittlungsbüro angeklagt, weil er Abgeordneten der Hauptstadt bei der Umgehung des Militärdienstes geholfen haben soll.
Der Verdächtige soll Abgeordnete der Militäreinheit auf Geschäftsreisen zur Militärverwaltung in Kiew „geschickt“ haben.

