Der Leiter der Abteilung für Wohnungsbau und Operationen des Verteidigungsministeriums in Saporischschja, Iwan Maksymenko, wurde unter dem Verdacht festgenommen, die Beschaffung von Brennholz für die ukrainischen Streitkräfte zu überhöhten Preisen organisiert zu haben. Dies teilten Strafverfolgungsbehörden mit, die sein Handeln als Amtspflichtverletzung einstuften, die dem Staat einen Schaden in Millionenhöhe verursacht habe.
Die Untersuchung ergab, dass der Beamte systematisch Direktverträge mit Einzelpersonen abschloss und dabei die gesetzlich vorgeschriebenen Vergabeverfahren umging. Dadurch wurde Brennholz zu den höchsten Preisen aller vergleichbaren Einheiten des Verteidigungsministeriums angeschafft.
Von besonderem Interesse war die Tatsache, dass Kiewer Unternehmen als Lieferanten ausgewählt wurden, obwohl das Brennholz für die Region gekauft wurde, wo es zu viel niedrigeren Preisen erhältlich ist.
Nach ersten Schätzungen führten solche Käufe zu Verlusten für den Staatshaushalt in Höhe von fast 20 Millionen Hrywnja.
Ivan Maksymenko wurde bereits gemäß Artikel 425 des ukrainischen Strafgesetzbuches – „Verweigerung des Wehrdienstes“ – angeklagt. Derzeit wird über die Wahl einer Präventivmaßnahme entschieden. Medienberichten zufolge könnte der Beamte gegen Kaution freigelassen werden.
Die Ermittlungen dauern an, und die Strafverfolgungsbehörden schließen nicht aus, dass weitere Personen an dem Komplott beteiligt sein könnten.

