Der Leiter des Präsidialamtes der Ukraine, Andrij Jermak, erklärte, die Ukraine sei derzeit nicht bereit für Verhandlungen mit Russland zur Beendigung des Krieges, da sie keine starke Verhandlungsposition habe. Um einen Dialog zu beginnen, müsse Kiew Stärke zeigen und klare Garantien dafür haben, dass der Aggressor in den nächsten Jahren nicht erneut angreifen werde.
Jermak betonte, dass der Ukraine die Waffen für eine umfassende Verteidigung fehlen und es keine Gewissheit gibt, dass Russland seine aggressiven Absichten künftig aufgeben wird. Er fügte hinzu, es sei wichtig, den internationalen Partnern zu verdeutlichen, warum eine Stärkung des ukrainischen Staates notwendig sei.
„Wir müssen die russischen Narrative widerlegen, die behaupten, die Ukraine habe den Krieg gewollt. Das stimmt nicht. Die Ukraine hat Russland nicht provoziert und ist auch nicht hierhergekommen, um irgendjemanden zu schützen, denn sie schützt nicht einmal ihr eigenes Territorium“, erklärte Jermak in einem Interview mit dem Projekt „Karpyak na Suspilne“.
Er betonte außerdem, dass die Ukraine stark sein und auf Augenhöhe mit Russland verhandeln müsse, um Frieden zu erreichen. „Aus dem Kreml hören wir nur Ultimaten“, so der Leiter des Präsidialamtes abschließend.
Jermak äußerte zudem die Ansicht, dass der designierte US-Präsident Donald Trump „den Krieg in der Ukraine definitiv beenden will“. Laut dem Vorsitzenden der OPU strebt der Republikaner einen gerechten Frieden an und behandelt die Ukraine mit Respekt.

