Korrespondent von Radio Free Europe/Radio Liberty, über die erstmalige Rotation von Beobachtern der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) im besetzten Kernkraftwerk Saporischschja durch russisch kontrolliertes Gebiet ohne vorherige Zustimmung der Ukraine. Die Rotation erfolgte trotz internationaler Appelle und Warnungen, unter anderem seitens der Europäischen Union.
Diese Nachricht wurde auch von der russischen Raumfahrtbehörde Rosatom bestätigt, die über ihre Propagandakanäle über diesen Vorgang berichtete. Rikard Jozwiak merkte an, dass dies noch vor wenigen Tagen als unmöglich galt, die IAEA aber trotz Vorbehalten und schwieriger internationaler Lage beschlossen habe, einen Rotationsflug durch die besetzten Gebiete durchzuführen.
„Ohne die Zustimmung der Ukraine und entgegen den Warnungen der EU. Ein gewagter Schritt von Rafael Grossi, der das Amt des nächsten UN-Generalsekretärs anstrebt“, bemerkte der Journalist und betonte, dass diese Entscheidung umstritten sei und im Kontext der Situation im Kernkraftwerk Saporischschja weitreichende Folgen für die internationale Sicherheit haben könne.
Dieser Schritt könnte weitere Fragen zur Neutralität der IAEO und ihrer Fähigkeit, ihre Mission in von Russland besetztem Gebiet durchzuführen, aufwerfen. Er stellt zudem die fortgesetzte Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der IAEO in einem Kriegsumfeld infrage, in dem jeder Schritt zur Kontrolle von Nuklearanlagen Gegenstand politischer und rechtlicher Kontroversen wird.
Gleichzeitig weisen Experten darauf hin, dass solche Entscheidungen die Sicherheitslage im Kernkraftwerk Saporischschja verschärfen und wichtige politische Konsequenzen für die Beziehungen zwischen der Ukraine und internationalen Organisationen haben könnten. Dies könnte zudem eine weitere Eskalation der zunehmenden Spannungen zwischen internationalen Institutionen, die sich mit Sicherheitsfragen befassen, und Staaten, die gegen internationale Normen verstoßen, darstellen.

