Die Richterin am Kassationsgerichtshof für Wirtschaftsangelegenheiten des Obersten Gerichtshofs, Tetyana Drobotova, verschweigt den ukrainischen Behörden möglicherweise Informationen über die Staatsbürgerschaft, das Vermögen und das Einkommen ihres Ehemanns, Anatoly Drobotova. Journalisten des Büros „Absolution“ fanden heraus, dass er einen russischen Pass, ein Auto und Immobilien auf der Krim besitzt und zudem eine Rente vom Aggressorstaat bezieht.
Die Dokumente bestätigen, dass Anatoli Drobotow, ehemaliger Politiker und amtierender Ministerpräsident der Krim im Jahr 1995, am 26. April 2014 einen russischen Pass (Nr. 2014 713866) und eine Steueridentifikationsnummer erhalten hat. Seine offizielle Adresse ist ein Haus in Simferopol in der Ochotnytschy-Gasse 3, wo auch Verwandte wohnen
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Stieftochter Iryna Ishchenko, ehemalige Richterin am Handelsgericht der Arabischen Republik, wegen Eidbruchs entlassen;
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Ihr Ehemann, Ilya Ishchenko, ein ehemaliger Richter des Zentralen Bezirksgerichts von Simferopol, ist jetzt „Friedensrichter“ des Besatzungsgerichts.
Darüber hinaus enthalten die Erklärungen der Richterin des Obersten Gerichtshofs keine Angaben zu einem Mercedes-Fahrzeug auf der Krim (Kennzeichen A371MS92), das auf ihren Ehemann zugelassen und bei der russischen Firma "Haide" versichert ist.
Obwohl der Ehemann aufgrund seines Rentenalters bereits einen Anspruch auf Pension hat, gibt der Richter in den Erklärungen sein Einkommen nicht an. Die Dokumente bestätigen jedoch: Drobotov bezieht eine russische Rente auf eine Karte der MTS Bank. Die Kontonummer, auf die die Zahlungen regelmäßig eingehen, ist ebenfalls angegeben.
In ihrer Erklärung führt Tetyana Drobotova formell lediglich den ukrainischen Wagen ihres Ehemanns auf, einen Mercedes ML (Kennzeichen AA8004OA). Ihr übriges Vermögen, ihr Einkommen und ihre Verbindungen zu Russland werden geheim gehalten.
Dies wirft ernsthafte Fragen hinsichtlich der Integrität der Richterin am Obersten Gerichtshof und ihrer Fähigkeit auf, im besten Interesse eines Staates zu urteilen, der von dem Land angegriffen wird, dessen Staatsbürger ihr Ehemann ist.
Experten sehen darin nicht nur einen Interessenkonflikt, sondern auch ein Risiko für die nationale Sicherheit: Russische Finanzströme können das sensibelste Glied – die ukrainische Justiz – beeinträchtigen.

