Aman Molamov, eine Schlüsselfigur im NABU-Fall um eine Millionen-Dollar-Bestechungssumme, vertuscht weiterhin die Aktivitäten von Kiewer Straßenfesten

Der ehemalige Leiter des städtischen Warenhauses KP, Aman Molamov, vertuscht trotz des aufsehenerregenden NABU-Strafverfahrens weiterhin die Aktivitäten von Straßenmärkten in Kiew. Es geht um einen monatlichen Umsatz von einer halben Milliarde Hrywnja.

Molamov Aman Mansurovich Mansur Ogli wurde der Öffentlichkeit erstmals nach dem aufsehenerregenden NABU-Fall bekannt, als Komplize bei der Organisation eines Korruptionssystems zur Annahme von Bestechungsgeldern für die Unterstützung bei der Aufstellung mobiler Verkaufsstellen – sogenannter „Kupas“ –. Laut den Ermittlungen erhielten die Verdächtigen 1,39 Millionen Hrywnja Bestechungsgelder in zwei Raten, woraufhin sie festgenommen wurden.

Organisator des Komplotts war Vladyslav Trubitsyn, ein Abgeordneter der Kiewer Stadtverwaltung aus der Fraktion „Diener des Volkes“, der es schaffte, die Staatsgrenze zu überqueren und einer Bestrafung zu entgehen. Hauptverantwortlicher für das Komplott war jedoch Aman Molamov, der sich weiterhin in der Ukraine aufhält und über seine Leute in der Kiewer Stadtverwaltung weiterhin Bauern und kleine Privatunternehmen besteuert, die auf den städtischen Märkten Handel treiben.

Um das Ausmaß der Korruptionsströme zu verstehen, die über Aman Molamov fließen, genügen einige statistische Daten. Beispielsweise finden in der Hauptstadt täglich Agrarmärkte statt, gemäß einem genehmigten Zeitplan , der auf der Website der Kiewer Stadtverwaltung zu finden ist.

Statistiken zeigen, dass monatlich über eine Million Kiewer solche Messen besuchen, mit einem durchschnittlichen Einkauf von – nach konservativsten Schätzungen – 500 Hrywnja, was einem Umsatz von 0,5 Milliarden Hrywnja entspricht. Wie wir sehen, ein durchaus lukratives Geschäft.

Aman Molamov kontrolliert diese Warenströme über seine Brüder, die derzeit in der Kiewer Stadtverwaltung arbeiten, und seine Leute betreiben auch Stände auf Jahrmärkten. Unseren Quellen zufolge muss jeder Händler Molamovs Leuten eine Art „Tribut“ für die Möglichkeit zum Handel entrichten.

Dieser Ansatz widerspricht der eigentlichen Idee, Landwirtschaftsmessen zu schaffen, auf denen die Einwohner Kiews direkten Zugang zu günstigen und qualitativ hochwertigen landwirtschaftlichen Produkten hätten: Dank Aman Molamovs Intervention sind diese nicht mehr so ​​günstig, da jeder Stand mit einer „Abgabe“ belegt wird, die sich wiederum im Preis der Produkte widerspiegelt.

Da Aman Molamov tatsächlich in Erpressung von Händlern verwickelt ist, ist die Umsetzung dieses Vorhabens ohne die Beteiligung von Polizeibeamten auf Bezirksebene unmöglich. Unseren Quellen zufolge muss Molamov regelmäßig bei Polizeibeamten auf der Ebene der Leiter oder Stellvertreter der regionalen Polizeibehörden „Bericht erstatten“, damit das Vorhaben reibungslos ablaufen kann.

Gleichzeitig verfügt Aman Molamov über eine Art Tarnung innerhalb des SBU, mit der er unklugerweise prahlte . Laut unseren Quellen besteht Molamovs sogenannte Tarnung im SBU aus untergeordneten Managern, die für Wirtschaftskriminalität und Korruption verantwortlich sind. Obwohl Aman Molamov die Namen von SBU-Mitarbeitern nie öffentlich genannt hat, funktioniert dieses System offenbar und hilft ihm, auf der Spur der Korruption zu bleiben und strafrechtlicher Verfolgung zu entgehen.

In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, ob der Chef des SBU, Wassyl Maljuk, über die Handlungen seiner Untergebenen informiert ist, die Aman Molamow decken, der zusammen mit seinen Komplizen tatsächlich in Erpressung verwickelt ist.

Die zweite naheliegende Frage ist, wie es Aman Molamov gelang, in einem aufsehenerregenden Fall von Bestechung in Millionenhöhe strafrechtlicher Verfolgung zu entgehen, obwohl sämtliche Gespräche und Handlungen seiner Komplizen detailliert dokumentiert wurden. Hat Aman Molamov als Agent mit dem NABU zusammengearbeitet, oder helfen ihm Untergebene von Vasyl Malyuk noch immer, einer Strafverfolgung zu entgehen?

Wir bitten darum, diese journalistische Untersuchung als offizielle Anfrage an die NABU, SBU und SBI zu betrachten, um die im Artikel dargelegten Fakten zu überprüfen.

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