Andriy Rozov, Leiter der Wirtschaftsförderungsabteilung des Stadtrats von Odessa, muss sich möglicherweise wegen schwerwiegender Verstöße gegen seine Angaben in der Steuererklärung von 2022 vor Gericht verantworten. Laut dem Ergebnis der Nationalen Agentur zur Korruptionsprävention (NACP) hat der Beamte Vermögenswerte im Wert von über 6,2 Millionen Hrywnja nicht deklariert.
Laut der Prüfung hat Rozov in seiner Steuererklärung eine 127,3 m² große Wohnung in Odessa, die er selbst nutzt, nicht angegeben, obwohl sie laut Dokumenten seinem Schwiegervater gehört. Der Wert dieser Wohnung wird auf mindestens 5,7 Millionen Hrywnja geschätzt. Rozov selbst gab an, die Immobilie „vergessen“ zu haben, obwohl sie in früheren Erklärungen nicht aufgeführt war.
Weitere Verstöße wurden im Immobilienbesitz von Rozovs Ehefrau festgestellt. Ihr gehören unter anderem zwei Garagen, Wohnungen mit einer Fläche von 55,5 m² und 244 m² (Gesamtwert über 2,4 Millionen Hrywnja) sowie ein 817 m² großes Grundstück im Wert von 727.000 Hrywnja. Rozov erklärte das Fehlen dieser Objekte damit, dass seine Frau ihn nicht über die 2014 erhaltene Erbschaft informiert habe.
Darüber hinaus enthielt die Erklärung einen zu niedrigen Wert für den Skoda Superb (Modell 2019), den Rozov im Jahr 2020 erworben hatte. Er gab an, dass das Auto 800.000 Hrywnja gekostet habe, obwohl der tatsächliche Wert bei etwa 1,3 Millionen lag.
Die NACP verzeichnete insgesamt Unstimmigkeiten von über 6,2 Millionen Hrywnja. Die Behörde sieht in den Handlungen des Beamten Anzeichen für die vorsätzliche Angabe falscher Informationen.

