Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Kalusch hat Anklage gegen die Geschäftsführerin einer örtlichen Aktiengesellschaft erhoben. Ihr wird vorgeworfen, Firmenvermögen im Wert von über 184 Millionen Hrywnja unrechtmäßig an die Firma ihres Sohnes übertragen zu haben.
Den Ermittlungen zufolge gehören 25 % der Firmenanteile der staatlichen Aktiengesellschaft „Oriana“, die restlichen 75 % sind sanktioniertes russisches Kapital, dessen Verwendung und Finanztransaktionen von der Nationalen Sicherheits- und Verteidigungskommission (NSDC) untersagt sind. Trotz dieser Beschränkungen und ohne Zustimmung der anderen Anteilseigner übertrug die Geschäftsführerin eigenhändig den gesamten Vermögenskomplex – Gebäude, Ausrüstung und sonstige Firmenanlagen – auf ihren Sohn. Zwei Jahre lang nutzte ein privates Unternehmen die staatlichen Produktionsanlagen gewinnbringend.
Darüber hinaus verkaufte der Beamte eine Charge Ventilsäcke zu einem unter Wert stehenden Preis an ein kontrolliertes Unternehmen. Diese Ware wurde später mit einem Aufschlag von 4,7 Millionen Hrywnja weiterverkauft. Der dem Staat durch die illegalen Handlungen des Geschäftsführers entstandene Gesamtschaden belief sich auf fast 46 Millionen Hrywnja.
Unabhängig davon wirft die Staatsanwaltschaft der Direktorin vor, die illegale Schleusung von Menschen über die Staatsgrenze organisiert zu haben. Den Ermittlungen zufolge organisierte sie die Flucht ihres Sohnes nach Rumänien für 18.000 US-Dollar.
Die Generaldirektorin wird des Amtsmissbrauchs und der Veruntreuung fremden Eigentums beschuldigt. Ihr drohen bis zu zwölf Jahre Haft.

