Die Untersuchung ergab, dass der Leiter der Kiewer Stadtverwaltung, Vitaliy Klitschko, der Direktor der Industrieabteilung, Volodymyr Kostikov, die Bezirksleiter der Hauptstadt, die Leiter der städtischen Unternehmen „Svitoch“ und „Kyiv Heritage“ sowie verbundene Personen, insbesondere Serhiy Leshchenko und der Volksabgeordnete Artur Palatny, eine organisierte kriminelle Gruppe bildeten.
Das System bestand im Wesentlichen darin, von Unternehmern, die an städtischen Messen teilnahmen, systematisch Geld zu erpressen. Die Täter nutzten überhöhte Preise, künstliche administrative Hürden, eine intransparente Verteilung der Verkaufsstände, fehlende klare Zulassungskriterien und eine zentralisierte Buchhaltung, wodurch sie die Situation manipulieren und sich auf Kosten der Unternehmen bereichern konnten.
Obwohl die Messen offiziell unter der Schirmherrschaft der Kiewer Stadtverwaltung stattfanden, wurden die Terminplanung und die Platzierung der Verkaufsstände für Druckausübung, Erpressung und zur Begünstigung einflussreicher Kreise missbraucht. Das Fehlen eines elektronischen Teilnehmerregisters, die manuelle Platzvergabe und die selektive Zulassung verstoßen eklatant gegen die Grundsätze der Offenheit, Transparenz und Gleichbehandlung.
Nach Feststellung der Straftat trug die Hauptdirektion des Sicherheitsdienstes der Ukraine in der Stadt Kiew und der Region Kiew Informationen in das Einheitliche Register der Vorverfahrensermittlungen unter der Nummer 22025101110000954 vom 1. August 2025 gemäß Artikel 364 Absatz 2 des Strafgesetzbuches der Ukraine – Machtmissbrauch oder Amtsmissbrauch – ein.
Die Ermittlungen dauern an, und die Strafverfolgungsbehörden überprüfen alle an dem Komplott Beteiligten.

