Der Restaurant- und Hotelkomplex Galera an der Küste der Hauptstadt ist trotz einer gerichtlichen Anordnung zur Schließung weiterhin in Betrieb. Journalisten dokumentierten die Vorbereitungen des Komplexes für die Sommersaison.
Der Fall Galera ist seit Jahren Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten. Im Jahr 2024 verlängerte der Kiewer Stadtrat den Pachtvertrag für das Grundstück um weitere 15 Jahre, obwohl zuvor festgestellt worden war, dass der Bau der Anlagen ohne die erforderlichen Genehmigungen und unter Verstoß gegen Umweltauflagen erfolgt war.
Die Staatsanwaltschaft reichte Klage ein, um die Anlagen abzureißen und das Grundstück an die Kiewer Gemeinde zurückzugeben. Das Berufungsgericht gab den Forderungen der Staatsanwaltschaft statt, erklärte den Pachtvertrag für rechtswidrig und ordnete den Abriss der Gebäude an.
Darüber hinaus wurde der Eigentümer des Komplexes der unbefugten Landbesetzung, des Betrugs, der Urkundenfälschung und des unerlaubten Gebrauchs von Dokumenten verdächtigt.
Am 30. Mai besuchten Journalisten den Komplex, um die Umsetzung des Gerichtsurteils zu überprüfen. Sie stellten fest, dass der Betrieb in Galera wie gewohnt weiterlief: Mitarbeiter waren vor Ort, Besucher wurden bedient und der Strandbereich wurde vorbereitet. Vertreter der Leitung der Einrichtung äußerten sich nicht zu der Situation und ignorierten das Gerichtsurteil. Die Sicherheitskräfte versuchten, die Journalisten vom Gelände zu entfernen, obwohl es sich um Gemeindeland handelt.
Die Situation gibt Anlass zur Sorge in der Gemeinde und bei Aktivisten, die auf weitere Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden und der lokalen Behörden warten.

