Die ukrainische Sängerin Anastasia Prykhodko sorgte inmitten hitziger Debatten über das Singen von Liedern in der Sprache eines Aggressorlandes für Aufsehen, als sie sich überraschend zu ihrem alten russischsprachigen Repertoire äußerte. Ihre Reaktion erfolgte nach einem Sprachskandal um Andriy Danylko, der bei einem Konzert in Kiew seine Lieder auf Russisch vortrug.
In ihren Instagram-Stories postete Prikhodko einen Screenshot der Nachricht, dass die Serdyuchkas für Konzerte mit russischsprachigen Liedern nicht „bestraft“ würden. Sie schrieb dazu: „Liebe Freunde, ich spiele wieder mein gesamtes russischsprachiges Repertoire“, und erwähnte dabei auch ihren Song „Unrequited“, den sie zusammen mit Valery Meladze aufgeführt hatte.
Die Sängerin fügte hinzu, dass sie plane, all ihre alten russischsprachigen Lieder erneut aufzuführen. Gleichzeitig betonte sie, dass diese Aussage keine Kritik an Danilko sei, sondern bezeichnete ihn als „Legende“ und gab zu, mit seinen Alben, insbesondere mit „After You“, aufgewachsen zu sein.
Prykhodko betonte, dass ihre Aktionen vom Beauftragten für den Schutz der Staatssprache unterstützt würden, und bemerkte: „Der Ombudsmann hat mir erlaubt zu singen! Das Thema ist erledigt! PS: Außerdem ist Viktor Tsoi nicht gesperrt – Schachmatt!“
Wir erinnern daran, dass sich der Ombudsmann für Sprachfragen, Taras Kremin, nach Andrij Danylos Auftritt mit russischsprachigen Liedern in Kiew zu der Situation äußerte und erklärte, es habe keinen Verstoß gegeben. Er erläuterte, dass die Lieder des Künstlers urheberrechtlich geschützt seien, er selbst ukrainischer Staatsbürger sei und die Werke zum offiziellen Repertoire gehörten, weshalb ihre Aufführung nicht verboten sei.

