Im Bezirk Winnyzja deckten die Ermittler einen Fall auf, in dem illegal Behindertenstatus erlangt wurden. Zwei Ärzte – eine 47-jährige Frau und ihr 27-jähriger Sohn, die in verschiedenen Abteilungen einer städtischen medizinischen Einrichtung arbeiten – wurden über den Verdacht informiert.

Den Ermittlungen zufolge boten Ärzte dem Mann im Herbst 2025 für 3.000 US-Dollar eine einjährige Behinderung der Stufe III an. Um dem Ganzen einen legalen Anschein zu verleihen, organisierten sie eine fingierte stationäre Behandlung und führten formelle medizinische Untersuchungen durch. Nachdem die erforderlichen Unterlagen für die Gutachterkommission zusammengestellt waren, sollte der „Klient“ den vereinbarten Betrag überweisen.
Während der Geldübergabe wurden die Ärzte festgenommen und das Geld als Beweismittel beschlagnahmt.
Darüber hinaus wurden bei den genehmigten Durchsuchungen über 200.000 US-Dollar, 350.000 Hrywnja und mehr als 1.700 Euro Bargeld bei den Verdächtigen sichergestellt. Die Ermittlungen dienen derzeit der Klärung der Herkunft dieser Gelder und der Prüfung einer möglichen Beteiligung weiterer Personen an dem Betrug.
Den Ärzten wird Erpressung und unrechtmäßige Vorteilsnahme im Zusammenhang mit der Beeinflussung einer Entscheidung über eine Behinderung vorgeworfen. Die Taten sollen im Rahmen einer früheren Verschwörung einer Gruppe von Personen begangen worden sein. Die Ermittler bereiten einen Antrag an das Gericht vor, um Präventivmaßnahmen zu erwirken und die Verdächtigen aus ihren Ämtern zu entfernen.
Operative Unterstützung bei den Strafverfahren wurde vom Sicherheitsdienst der Ukraine in der Region Winnyzja geleistet.

