Der ukrainische Inlandsgeheimdienst hat eine russische Agentin festgenommen, die Terroranschläge in der Region Poltawa vorbereitete. Laut Ermittlungen geriet die 30-Jährige, die in einem Online-Casino nach schnellem Geld suchte, ins Visier der russischen Geheimdienste und wurde für Sabotageakte rekrutiert.
Laut SBU plante der Agent Sprengstoffanschläge in der Nähe des örtlichen Polizeireviers und des städtischen Rekrutierungszentrums (Militärrekrutierungsbüro). Der Terroranschlag sollte während des Berufsverkehrs stattfinden. Der Sprengsatz sollte als Wasserkocher getarnt und mit Zündelementen sowie einem elektronischen Fernzünder ausgestattet sein.
„Zum Zeitpunkt des Bombenanschlags planten die Besatzer, die Sprengsätze gemeinsam mit ihrem Agenten zu zünden“, berichtete die regionale SBU-Abteilung.
Der Angreifer hatte bereits Anweisungen von einem Kurator in der Russischen Föderation erhalten sowie die nötigen Mittel, um eine „geheime“ Wohnung anzumieten und Material für die SVP zu beschaffen. Dank des operativen Eingreifens der Sicherheitsdienste konnte der Terroranschlag jedoch verhindert werden.
Bei den Durchsuchungen wurden bei dem Verdächtigen Komponenten eines Sprengsatzes und ein Mobiltelefon sichergestellt, das Hinweise auf Kontakte zu einem Vertreter der russischen Geheimdienste enthielt.
Wie die regionale Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde die Frau nach mehreren Artikeln des ukrainischen Strafgesetzbuches verdächtigt: Vorbereitung einer terroristischen Handlung durch vorherige Verschwörung durch eine Gruppe von Personen und illegale Lagerung von Sprengstoffen (Artikel 28 Absatz 2, Artikel 14 Absatz 1, Artikel 258 Absatz 2, Artikel 263 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches).
Die Ermittlungen dauern an. Die Spezialdienste betonen die zunehmende Aktivität russischer Rekrutierungskampagnen in sozialen Netzwerken, Messengern und Online-Casinos, die als Plattformen zur Auswahl schutzbedürftiger Personen genutzt werden.

