Der ukrainische Sicherheitsdienst hat einen Terroranschlag im Zentrum von Riwne verhindert. Sicherheitskräfte nahmen einen Mann fest, der in der Nähe eines Cafés im Stadtpark einen Sprengsatz platziert hatte.
Die SBU meldete dies.
Den Ermittlungen zufolge handelte der Verdächtige im Auftrag russischer Geheimdienste. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen drogenabhängigen Einwohner von Schytomyr handelte, der über Telegram-Kanäle rekrutiert worden war.
Laut Polizeiangaben suchte der Mann im Internet nach Möglichkeiten, Geld für Drogen zu verdienen. Dabei geriet er ins Visier russischer Drogenfahnder.
Nach seiner Anwerbung wurde er nach Riwne geschickt, um einen Terroranschlag vorzubereiten. Dort mietete er eine Wohnung und baute einen selbstgebauten Sprengsatz.
Der Angreifer versteckte den Sprengsatz in einem Kochtopf. Um die Wirkung zu verstärken, legte er Nüsse hinein. Laut Plan der russischen Geheimdienste sollte die Bombe per Fernzündung über ein am Sprengsatz befestigtes Mobiltelefon gezündet werden.
Um keinen Verdacht zu erregen, trug der Mann bei den Vorbereitungen für den Terroranschlag eine Militäruniform.
SBU-Beamte nahmen ihn unmittelbar nach dem Platzieren der Sprengsätze in der Nähe des Cafés fest, als er versuchte, den Tatort zu verlassen.
Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten ein Smartphone des Festgenommenen, das Beweise für seine Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten enthielt.
Die Ermittler informierten den Verdächtigen über mehrere Artikel des ukrainischen Strafgesetzbuches, insbesondere über Beihilfe zur Vorbereitung einer terroristischen Handlung und die illegale Herstellung von Sprengkörpern.
Der Verdächtige befindet sich derzeit in Haft. Ihm drohen bis zu zwölf Jahre Gefängnis und die Einziehung seines Vermögens.

