Der ukrainische Sicherheitsdienst hat in Tscherkassy eine Untergrundgruppe ehemaliger Kommunisten aufgedeckt, die mit Unterstützung russischer Geheimdienste operierte. Die Organisation rechtfertigte die bewaffnete Aggression der Russischen Föderation, verbreitete Propaganda und forderte die Wiederherstellung des Sowjetregimes.
Nach Angaben des SBU wurde die Gruppe von dem ehemaligen kommunistischen Abgeordneten Petro Symonenko organisiert, der nach Kriegsbeginn mit russischen Spezialeinheiten nach Russland floh.
Die Gruppe umfasste ehemalige Mitglieder der Kommunistischen Partei, darunter ehemalige Volksabgeordnete und ideologische Funktionäre. Sie rechtfertigten russische Kriegsverbrechen, darunter den Raketenangriff auf Ochmatdyt und die Massenmorde in Buka.
Zusätzlich zu Propaganda verfassten die Angreifer Briefe an Wladimir Putin, in denen sie ihre Unterstützung für den russischen Diktator zum Ausdruck brachten und zur Wiederherstellung der UdSSR aufriefen.
Polizeibeamte führten Durchsuchungen in Tscherkassy und Kiew durch und entdeckten dabei Folgendes:
- verbotene sowjetische Symbole;
- Computergeräte mit Beweisen für kriminelle Aktivitäten;
- Mobiltelefone mit prorussischem Material.
Vier Verdächtige wurden bereits über den Verdacht informiert. Ihnen drohen bis zu acht Jahre Haft und die Einziehung von Vermögenswerten.
Die Operation in Tscherkassy ist Teil großangelegter Maßnahmen des ukrainischen Geheimdienstes SBU zur Neutralisierung prorussischer Zellen. Bereits 2023 hatte der SBU ähnliche Netzwerke in sieben Regionen der Ukraine zerschlagen.

