Der staatliche Lieferant versorgte die ukrainischen Streitkräfte mit gefälschtem Käse und Butter auf Budgetbasis

Die Nationalpolizei ermittelt in einem groß angelegten Korruptionsfall im Zusammenhang mit der Lieferung von Milchprodukten an die ukrainischen Streitkräfte. Dem Staat entstand dadurch ein Schaden von rund 600 Millionen Hrywnja. Im Zentrum steht das staatliche Unternehmen „Operator Tylu“ des Verteidigungsministeriums, das über Subunternehmer minderwertigen Käse und Butter zu Preisen erwarb, die das Zwei- bis Dreifache des Marktpreises betrugen.

So funktionierte das System

Die Ermittlungen ergaben, dass Verantwortliche von Zulieferfirmen seit Juli 2024 massenhaft gefälschte Produkte – Brotaufstriche und Käseprodukte mit pflanzlichen Fetten – über Scheinfirmen an die Armee verkauften, getarnt als Butter und Hartkäse. Der Preis pro Kilogramm erreichte 300–400 UAH, während der Marktpreis bei etwa 170 UAH liegt.

Die forensische Untersuchung bestätigte: Der Anteil an nicht-milchhaltigen Fetten in den gelieferten Produkten erreicht 99 %, was im direkten Widerspruch zu den Kennzeichnungs- und DSTU-Standards steht.

Hauptlieferanten

Verträge mit dem Staatsunternehmen „Operator of the Rear“ im Wert von Hunderten Millionen Hrywnja wurden vergeben an:

  • LLC „Garna Strava“ – 1,3 Milliarden UAH

  • Vertrag Prodrezerv 5 LLC - 728,6 Mio. UAH

  • "Grandpri LTD" LLC - 762,3 Millionen UAH

  • LLC „Asics Group“ – 4,5 Millionen UAH

Die Produkte wurden über eine Reihe fragwürdiger Hersteller und Zwischenhändler geliefert, darunter:

  • LLC "Mykolaivmolprom"

  • LLC TD "DMSZ"

  • LLC "DMZ"

  • LLC "Sparta 2015"

  • LLC "Asprod"

  • LLC "Molkerei "Sambirsky"

Fälschungszentrum

Eine besondere Rolle in dem Komplott spielte die GmbH „Molkerei Sambirsky“, die Zwischenhändlern Margen und Spesen lieferte. Ihre Gründer – Oleg Kotynsky, Valeriy Dudyak, Oleksandr Drobin und Geschäftsführer Roman Pylypchuk – stehen im Verdacht, ein ganzes System der Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Geldwäsche koordiniert zu haben.

Unternehmen, die tatsächlich über keine Produktionskapazität verfügten, gaben in ihren Berichten fiktive Daten zur Produktion und zum Einkauf von Produkten an, wodurch es möglich wurde, die wahre Herkunft der Waren zu verschleiern.

Schäden und Folgen

Statt hochwertiger Verpflegung erhalten die Soldaten gefälschte Lebensmittel und Millionen von Dollar wurden veruntreut. Dieses System verschlechtert nicht nur die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte, sondern untergräbt auch das Vertrauen in den Staat während des Krieges.

Derzeit laufen Ermittlungen gemäß Artikel 191 Absatz 5 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Veruntreuung von Vermögen in besonders großem Umfang), und den Tätern drohen bis zu 12 Jahre Haft mit Einziehung des Vermögens.

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