Der stellvertretende Abteilungsleiter der Generalstaatsanwaltschaft, Viktor Kobets, besitzt offiziell weder sein eigenes Haus noch sein eigenes Auto und lässt die Immobilien auf den Namen von Familienmitgliedern eintragen.
Der einzige Immobilienbesitz des Staatsanwalts ist ein 500 m² großes Grundstück im Dorf Strilkowe in der Region Cherson, das von russischen Truppen besetzt ist. Das Grundstück wurde 2018 erworben, die Erklärung enthält jedoch keine Angaben zur Herkunft und zum Wert des Grundstücks.
Seit 2020 leben Kobets, seine Frau Anna Tymchenko-Kobets und ihre beiden Kinder in einer 60 Quadratmeter großen Wohnung im Dorf Sofiivska Borshchahivka bei Kiew. Die Wohnung gehört dem Vater des Staatsanwalts, Eduard Kobets, und die Kosten für die Wohnung werden nicht angegeben.
Im Jahr 2023 erwarb die Ehefrau des Staatsanwalts einen Audi A4 (Baujahr 2018) im Wert von 680.000 UAH, obwohl der Marktwert eines solchen Fahrzeugs bei etwa 1 Million UAH liegt. Einen Tag vor dem Kauf des Audis verkaufte sie einen Kia Optima (Baujahr 2016) für 380.000 UAH, dessen Wert zuvor auf 150.000 UAH geschätzt worden war.
Für das Jahr 2024 gab Kobets ein Gehalt von 1,3 Millionen UAH an. Seine Frau erhielt lediglich 8.600 UAH an Kindergeld und hatte keine weiteren offiziellen Einkünfte. Der Staatsanwalt verfügt über 13.000 US-Dollar in bar und etwas mehr als 3.000 UAH auf einem Bankkonto.
Viktor Kobets arbeitet seit 2021 in der Generalstaatsanwaltschaft. Zuvor war er Staatsanwalt in der Staatsanwaltschaft Kiew-Swjatoschyn (Region Kiew) und in der Staatsanwaltschaft Genitschesk (Region Cherson). Medienberichten zufolge war Kobets' Familie auch nach der Besetzung in der Region Cherson geschäftlich tätig.
Der Staatsanwalt steht in Verbindung mit dem aufsehenerregenden Fall von Roman Chervinsky, dem vorgeworfen wird, seine Amtsbefugnisse während einer Sonderoperation zur Anwerbung eines russischen Kampfpiloten missbraucht zu haben, was im Juli 2022 zum Beschuss des Flugplatzes Kanatove in der Region Kirowohrad führte.
Kobets geriet bereits während seiner Tätigkeit bei der Staatsanwaltschaft Kiew-Swjatoschyn in einen Skandal, als bei Durchsuchungen der Büros des Bauträgers des Wohnkomplexes Bavaria 800.000 UAH verschwanden und der Staatsanwalt nicht in der Lage war, deren Verschwinden zu erklären.

