Mehr als fünf Millionen Hrywnja – so viel Geld könnte ein Abgeordneter eines Gemeinderats im Bezirk Browary der Region Kiew verlieren, sollte der Oberste Antikorruptionsgerichtshof der Klage der Staatsanwaltschaft der SAPO stattgeben. Die Klage wurde auf Grundlage von Unterlagen der Nationalen Antikorruptionskommission und mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft Browary eingereicht. Sie zielt auf die Feststellung der Unrechtmäßigkeit des Vermögens des Beamten und dessen Rückführung in die Staatskasse ab.
Zu den Vermögenswerten, die ins Visier der Antikorruptionsbehörden geraten sind, gehören zwei Luxuswagen: ein Volkswagen ID.4 aus dem Jahr 2023 im Wert von über einer Million UAH und ein Jaguar XF aus dem Jahr 2015. Offiziell gehören diese Fahrzeuge der Ex-Frau und dem erwachsenen Sohn des Abgeordneten; wie die Ermittlungen jedoch ergaben, werden sie von dem Beamten selbst genutzt.
Neben den Autos wurden auch zehn Grundstücke beanstandet, die auf enge Verwandte – Schwiegermutter, Ex-Frau und Sohn – eingetragen sind. Der Gesamtwert dieser Vermögenswerte übersteigt fünf Millionen Hrywnja. Laut NACP erlaubt das Familieneinkommen den rechtmäßigen Besitz dieser Grundstücke nicht.
Als die Nationale Agentur zur Korruptionsbekämpfung begann, den Lebensstil des Abgeordneten zu überwachen, ließ seine Schwiegermutter eilig einige Grundstücke auf andere Verwandte umschreiben. Die Vermögenswerte konnten jedoch nicht abgezogen werden: Die VAKS beschlagnahmte das Eigentum.
Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Gericht. Sollte es die Vermögenswerte als unbegründet einstufen, fallen sie an den Staat. Dies wäre ein weiteres Beispiel dafür, wie Strohmänner eingesetzt werden, um ein luxuriöses Leben mit Geld unbekannter Herkunft zu verschleiern.

