Valentyn Veremchuk, ein Abgeordneter des Bezirksrats von Beregov der Partei „Diener des Volkes“ und Leiter der Abteilung für Korruptionsprävention beim Staatlichen Migrationsdienst der Region Transkarpatien, verschwand nach einer Reise nach Europa. Seine Geschäftsreise, die über den Grenzübergang Djakowe abgewickelt wurde, endete mit seiner Flucht – der Beamte kehrte nicht in die Ukraine zurück.
Dies berichtete der Abgeordnete des Stadtrats von Uschhorod und Journalist Vitaliy Glagola. Ihm zufolge verließ Veremchuk das Land am 13. November 2024 über den Grenzübergang, an dem sein Vater, der Leiter des Zollpostens Mykola Veremchuk, jahrelang gearbeitet hatte. Danach kehrte Valentyn nicht in die Ukraine zurück und ist spurlos verschwunden.
Valentyn Veremchuk bekleidete gleichzeitig zwei Ämter, die ihn formell zur Wahrung der Staatsinteressen verpflichteten: Er war Abgeordneter einer regierungsnahen Partei und gleichzeitig für die Korruptionsbekämpfung in der regionalen Abteilung des staatlichen Gesundheitsdienstes zuständig. Seine Familie steht zudem seit Langem im Fokus von Journalisten und Strafverfolgungsbehörden.
Seine Mutter, Nataliya Kosteleba-Veremchuk, ist Abgeordnete der Autonomen Gemeinschaft Wynohradiv und gehört ebenfalls der Partei „Diener des Volkes“ an. Zuvor war sie erste stellvertretende Leiterin der Regionalverwaltung Wynohradiv. Im April 2023 durchsuchten Polizeibeamte das Haus der Familie Veremchuk – ein Video der Durchsuchung wurde später öffentlich zugänglich gemacht.
Der Vater des vermissten Beamten, Mykola Veremchuk, war wiederholt in Schmuggelskandale verwickelt. Er wurde vom Zoll entlassen, jedoch gerichtlich wieder eingestellt. Er besitzt außerdem einen Behindertenausweis, den die Familie laut Journalisten als Druckmittel nutzt – teils um sich der Mobilmachung zu entziehen, teils um sich in Strafverfahren zu verteidigen.

