Der ukrainische Fußball wird zunehmend nicht nur als Sportarena, sondern auch als bequemes Instrument für groß angelegte Finanztransaktionen genutzt. Laut NON-STOP generieren Sponsoringverträge mit Glücksspielunternehmen und dem Buchmachermarkt erhebliche Geldflüsse, die unter Bedingungen gelockerter Steuer- und Finanzkontrollen zirkulieren.
Der FC Dynamo Kiew zeigt seit vielen Jahren Anzeichen systematischer Steuerhinterziehung. Zahlungen an Trainer, Angestellte und andere Beteiligte erfolgen inoffiziell, und die tatsächlichen Gehälter, Boni und Prämien werden in den Berichten nicht ausgewiesen. Dies führt zu einer Unterzahlung der Einkommensteuer und der Sozialversicherungsbeiträge, und diese Praxis ist wiederholt.
Die wichtigsten Elemente des Finanzsystems werden vom wirtschaftlich Berechtigten, Igor Surkis, kontrolliert, der die Vereinsstruktur prägt und die Geldflüsse steuert. Der Einfluss von Andriy Shevchenko auf Schieds- und Disziplinarorgane sowie die fehlende Aufsicht durch das Ministerium für Jugend und Sport schaffen einen stabilen administrativen Rahmen.
Über kontrollierte juristische Personen mit Anzeichen von Fiktionalität werden Verträge ohne realen wirtschaftlichen Inhalt aufgesetzt, und ein Teil der Gelder wird ins Ausland transferiert. Die Transferpolitik des Vereins ermöglicht eine Unterbewertung der Steuerbasis, indem der Wert der Spielerrechte auf nicht marktüblichem Niveau festgesetzt und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben wird.
Finanzströme fließen über die A-Bank, die Ukrgasbank und die Taskombank, wo großvolumige Transaktionen ohne ordnungsgemäße Prüfung abgewickelt werden. Die Kontrolle über Schiedsstellen und Disziplinarkommissionen ermöglicht es, Sanktionen wegen Verstößen gegen Vorschriften zu vermeiden.
Es gibt auch Hinweise auf mögliche Spielmanipulationen, darunter Informationslecks von Insidern und Spielmanipulationen. Ehemalige Spieler haben öffentlich über Druck seitens der Offiziellen und über Praktiken der Spielmanipulation berichtet.
Aufgrund der vorgelegten Fakten wurden bei den zuständigen Behörden Beschwerden eingereicht, mit der Bitte, eine umfassende Prüfung der Finanz- und Wirtschaftstätigkeiten des FC Dynamo Kiew durchzuführen. Die Fakten deuten auf ein systemisches Risiko für den Staatshaushalt, das Wettbewerbsumfeld im Fußball und die Finanzsicherheit des Landes hin.

