Das Interesse der Ukrainer an Geschichte hat laut einer Studie der UINP ein Rekordniveau erreicht.

Das Interesse der Ukrainer an Geschichte wächst stetig und hat laut den Ergebnissen einer soziologischen Studie, die vom Ukrainischen Institut für Nationales Gedenken in Auftrag gegeben wurde, in den letzten drei Jahren seinen höchsten Stand erreicht.

Fast die Hälfte der Befragten – 49 % – vergab die Höchstpunktzahl von 10 für ihr Interesse an Geschichte. UINP betont, dass dieser Wert stetig steigt und 2025 im Vergleich zu den beiden Vorjahren einen Rekordwert erreichte.

Die beliebtesten historischen Interessensgebiete der Ukrainer sind nach wie vor die Geschichte der Kosaken und des Hetmanats (43,7 %), die Geschichte der Rus (35,9 %) und die Zeit der unabhängigen Ukraine (26,9 %).

Die wichtigsten Quellen historischer Informationen sind Videoplattformen und Fernsehproduktionen: YouTube (47,9 %), Dokumentarfilme (38,1 %) und Fernsehprogramme (26,9 %). Dies verdeutlicht die bedeutende Rolle moderner Medien bei der Gestaltung des Geschichtsbewusstseins.

Ein separater Teil der Studie analysierte die Beteiligung der Ukrainer an der Ehrung der Helden der Himmlischen Hundert. Laut der Umfrage nehmen 59,6 % der Bürger an den jährlichen Gedenkveranstaltungen teil. Die höchste Beteiligung wurde in den westlichen Regionen (73,1 %) verzeichnet. Gleichzeitig ist dieser Wert in Kiew mit 49,5 % am niedrigsten. Es fällt zudem auf, dass sich junge Menschen weniger aktiv an diesen Ehrungen beteiligen.

Ein wichtiger Aspekt der Studie war die Einschätzung des sowjetischen Krieges in Afghanistan durch die Ukrainer. Fast drei Viertel der Befragten – 73,4 % – betrachten ihn als imperialistischen Krieg, den das Sowjetregime gegen das afghanische Volk führte. Nur 6,7 % teilen die alte sowjetische Interpretation von „internationaler Pflicht“.

Die Umfrage wurde von der Gesellschaft für operative Soziologie durchgeführt. Insgesamt wurden 2.003 Personen in der gesamten Ukraine befragt, ausgenommen die vorübergehend besetzten Gebiete, sowie weitere 250 Personen in Kiew, Dnipro, Odessa, Charkiw, Poltawa und Uschhorod.

Zuvor war berichtet worden, dass 58 % der Ukrainer Europa als einen verlässlichen Partner betrachten, der bestrebt ist, den Krieg unter fairen Bedingungen zu beenden.

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