Ein stellvertretender Leiter einer Zollstelle in der Region Tscherniwzi wurde festgenommen, weil er illegale Vorteile für seine Hilfe bei der illegalen Einfuhr von Apple-Mobiltelefonen gefordert hatte, wie das staatliche Ermittlungsbüro mitteilte.
Den Ermittlungen zufolge handelte der Zollbeamte in Absprache mit Unternehmern und half dabei, hochwertige iPhone-Modelle beim Grenzübertritt zu verstecken, um so die Zollgebühren zu umgehen. Der Beamte erhielt 100 US-Dollar pro Telefon. Für eine Lieferung der Geräte erhielt er insgesamt 10.400 US-Dollar.
Das sogenannte „Servicepaket“ enthielt Hinweise, wie man Ausrüstung verstecken und einen reibungslosen Zollabfertigungsprozess gewährleisten konnte. Der Zollbeamte erhielt einen Teil der Bestechungsgelder per Post, und bei seinem letzten Versuch, das Geld zu überweisen, vertraute er es seiner Frau an, die 4.200 Dollar in einer Toilettenpapierrolle zu verstecken versuchte.
Polizeibeamte durchsuchten die Wohnung des Zollbeamten und das Zollamt. Fast eine halbe Million Hrywnja in verschiedenen ausländischen Währungen, ausländische Bankkarten und Mobiltelefone wurden beschlagnahmt.
Der Zollbeamte wurde über den Verdacht informiert, dass er gemäß Artikel 368 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches unrechtmäßigen Vorteil durch einen Amtsträger in Absprache mit einer Gruppe von Personen erlangt hat. Die Strafe nach diesem Artikel sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren und die Einziehung von Vermögenswerten vor.
Er wurde in Untersuchungshaft genommen, wobei ihm die Möglichkeit einer Freilassung gegen Kaution eingeräumt wird. Die Voruntersuchung dauert an, und die Strafverfolgungsbehörden überprüfen weitere Zollbeamte auf Beteiligung an illegalen Aktivitäten.

