Ein Gemeinderatsvorsitzender wurde in der Ukraine festgenommen, nachdem er einem ortsansässigen Geschäftsmann gegen eine Bestechungssumme von 50.000 Hrywnja versprochen hatte, dessen Schulden für die Pacht eines Grundstücks zu ignorieren. Der Täter wurde bei der Geldübergabe festgenommen und muss sich nun wegen Korruption vor Gericht verantworten.
Wie die Strafverfolgungsbehörden feststellten, erhielt der Unternehmer im Jahr 2004 die Eigentumsrechte an einem Anlagenkomplex zur Lebensmittelproduktion. Er ließ jedoch das Nutzungsrecht für das Grundstück, auf dem sich das Unternehmen befindet, nicht eintragen und zahlte auch keine Pacht an die Stadtverwaltung.
Der Vorsitzende des Gemeinderats beschloss, die Situation auszunutzen und versicherte dem Geschäftsmann, dass er dank seiner Amtsstellung die Schuldenangelegenheit außergerichtlich regeln könne. Zudem würde er ihm künftig auch bei einem Pachtvertrag behilflich sein.
Der Beamte schätzte seine Dienste auf 50.000 UAH. Im Falle einer Weigerung drohte er mit einer Klage vor Gericht, die das Geld zwangsweise vom Schuldner eintreiben und das Unternehmen beschlagnahmen würde.
Der Verdächtige wurde festgenommen und wegen Verdachts angezeigt. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft und die Einziehung seines Vermögens.

