Es gibt keine Anzeichen für Hurrikane in der Ukraine, und Informationen über mögliche katastrophale Wetterphänomene sind falsch. Dies erklärte die Sprecherin des ukrainischen hydrometeorologischen Zentrums, Natalia Ptukha, am Dienstag während eines Spendenmarathons.
Laut Ptukha sind Hurrikane Naturphänomene, die aufgrund der geografischen Lage und der unzureichenden Windgeschwindigkeit in flachen Gebieten für unser Land untypisch sind. In der Ukraine herrschen nicht die Bedingungen, unter denen echte Hurrikane entstehen können, wie beispielsweise in tropischen Regionen.
„Jegliche Meldungen über mögliche Hurrikane in der Ukraine sind Desinformation. Wir beobachten starke Winde, gelegentlich auch Sturmböen, aber das sind keine Phänomene, die als Hurrikane eingestuft werden können“, erklärte die Sprecherin des Ukrhydrometeorologischen Zentrums.
Seit einigen Wochen beobachten wir, dass vermehrt Informationen aus unzuverlässigen Quellen auftauchen. Manche Laien versuchen beispielsweise, Berechnungsmodelle aus Open-Source-Quellen zu verstehen und daraus Analysen zu veröffentlichen. Wir haben von vermeintlichen „schmutzigen Wolken“ und „Hurrikanen“ gehört. Diese Journalisten gehen leider unverantwortlich mit den Informationen um, die sie veröffentlichen. Gerade in der heutigen Zeit, in der der Informationsraum ohnehin schon mit belastenden Nachrichten überflutet ist, ist es meiner Meinung nach respektlos gegenüber den Bürgern, solche Veröffentlichungen mit reißerischen Schlagzeilen zu machen, die nicht der Realität entsprechen oder stark übertrieben sind
Laut Ptukha sind Hurrikane für die Ukraine nicht typisch, da für ihr Auftreten eine Windgeschwindigkeit von über 32 m/s erforderlich ist, die in den flachen Gebieten des Landes praktisch nicht vorkommt.
Wir appellieren nochmals eindringlich an die Bürger, keine Informationen aus unzuverlässigen Quellen zu beziehen und sich stets ausschließlich auf die offiziellen Vorhersagen des Ukrainischen Hydrometeorologischen Zentrums zu verlassen, da nur das Hydrometeorologische Zentrum der Ukraine eine offizielle Warnung herausgeben kann
Sie betonte außerdem, dass es zwar Veränderungen in den synoptischen Prozessen in der Ukraine gebe, diese aber Standardveränderungen seien und keine ernsthafte Gefahr darstellten.

