Die Ukraine wird in Kürze die ersten Langstreckenwaffen erhalten, mit denen sie Ziele tief im russischen Territorium angreifen kann, sagte Bundeswehrgeneral Christian Freuding in einem Interview mit dem ZDF.
Laut seinen Angaben wird die Finanzierung dieses neuen Militärhilfepakets vollständig von der Bundesregierung getragen. Es umfasst die Lieferung von Hunderten von Waffen, deren erster Teil bis Ende Juli 2025 geliefert werden soll.
„Wir müssen der Ukraine Systeme zur Verfügung stellen, die in der Lage sind, Lagerhäuser, Kommandoposten, Flugplätze und sogar Flugzeuge – auch auf große Entfernungen – anzugreifen“, betonte General Freuding.
Er räumte ein, dass die Lage an der Front schwierig sei und russische Truppen seit Wochen, wenn nicht gar Monaten, in der Offensive seien. Daher könnten Langstreckenwaffen seiner Ansicht nach einen Wendepunkt darstellen, der es der Ukraine ermöglichen würde, sich nicht nur zu verteidigen, sondern auch gezielte Angriffe auf wichtige russische Ziele durchzuführen.
Es wird erwartet, dass diese Unterstützung auch die ukrainische Luftverteidigung stärken wird, sodass nicht nur feindliche Flugzeuge vor dem Start zerstört, sondern auch die Tiefe der Angriffsoperationen erweitert werden kann.
Die Aussage des Generals erfolgte inmitten neuer alarmierender Einschätzungen westlicher Analysten: Die Raketen für die ukrainischen Luftverteidigungssysteme könnten in wenigen Wochen ausgehen. Daher erscheint die Entscheidung zur Verlegung der Angriffswaffen als Teil einer Strategie zur sofortigen Stärkung der ukrainischen Verteidigung.

