Ärzte aus Ternopil bei Bestechungsversuchen während der Beantragung von Behindertenleistungen erwischt

In Ternopil wurde ein System zur Erpressung von Bestechungsgeldern im Gesundheitswesen aufgedeckt: Ein Onkologe und ein Mitarbeiter der regionalen onkologischen Klinik verlangten von einem Angehörigen eines Patienten 1.500 US-Dollar für die Anmeldung des Patienten bei einer Behindertenorganisation.

Laut Polizeiangaben kontaktierte ein Angehöriger des Patienten eine Spezialistin in einem der Bezirkskrankenhäuser. Die Ärztin erklärte, sie könne alle notwendigen Unterlagen vorbereiten. Sie verlangten 1.000 US-Dollar für die Unterstützung bei der Dokumentenerstellung und die Weiterleitung des Falls an eine Expertenkommission in Ternopil.

Weitere 500 US-Dollar wurden an einen Mitarbeiter des Teams für die Beurteilung der täglichen Funktionsfähigkeit (ehemals MSEC) übergeben, der bestätigte, dass die Angelegenheit bezüglich der Behinderung positiv geklärt würde. Die Geldübergabe erfolgte im Rahmen einer polizeilichen Razzia.

Anschließend wurden Durchsuchungen in der regionalen onkologischen Klinik und im Kreiskrankenhaus durchgeführt. Dabei wurden Geld, Mobiltelefone, elektronische Datenträger und medizinische Unterlagen beschlagnahmt.

Die Ärzte wurden über den Verdacht gemäß Artikel 368 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Erlangung unrechtmäßiger Vorteile durch einen Amtsträger in vorheriger Absprache mit einer Personengruppe) informiert, der eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren vorsieht. Das Gericht ordnete für beide Verdächtigen Untersuchungshaft mit der Möglichkeit der Freilassung gegen Kaution an.

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