Kaffee ist für viele nach wie vor ein tägliches Ritual und eine Energiequelle, da Koffein das Nervensystem anregt, die Konzentration steigert und Müdigkeit bekämpft. Gleichzeitig warnen Ärzte davor, dass dieses Getränk für bestimmte Personengruppen ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen kann.
Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten besonders vorsichtig sein. Koffein kann Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen, was für Menschen mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder koronarer Herzkrankheit gefährlich sein kann. In solchen Fällen kann regelmäßiger Kaffeekonsum den Krankheitsverlauf verschlimmern.
Kaffee kann sich auch negativ auf Menschen mit Angststörungen auswirken. Die Stimulation des Nervensystems verstärkt oft die innere Anspannung und kann Panikattacken, Zittern und Schlafstörungen auslösen. Ähnliche Risiken bestehen für Menschen mit Schlaflosigkeit: Schon eine Tasse Kaffee am Nachmittag kann zu Schlafstörungen führen, und bei chronischen Problemen raten Ärzte, ganz auf das Getränk zu verzichten.
Eine gesonderte Risikogruppe bilden Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen. Kaffee regt die Magensäureproduktion an, was Sodbrennen und eine Verschlimmerung von Gastritis oder Magengeschwüren verursachen kann. In solchen Fällen kann das Getränk das Wohlbefinden selbst in kleinen Mengen beeinträchtigen.
Ärzte betonen zudem die Wichtigkeit von Koffein für Schwangere. Übermäßiger Koffeinkonsum kann die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen und das Risiko einer Frühgeburt und eines niedrigen Geburtsgewichts erhöhen. Daher wird werdenden Müttern empfohlen, entweder ganz auf Kaffee zu verzichten oder den Konsum auf ein Minimum zu reduzieren.
Kaffee wird auch für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen. Ihr Nervensystem reagiert empfindlicher auf Koffein, was sich in Hyperaktivität, Reizbarkeit und Schlafstörungen äußern kann. Auch für Menschen mit Osteoporose ist Kaffee ungeeignet, da Koffein die Kalziumaufnahme verringern und den Zustand des Knochengewebes verschlechtern kann.
Ärzte unterscheiden außerdem Menschen mit erhöhter Koffeinempfindlichkeit. Bei ihnen kann bereits eine kleine Menge Kaffee Kopfschmerzen, Herzrasen, zitternde Hände und Verdauungsprobleme verursachen.
Für diejenigen, die Kaffee nicht vertragen, gibt es sichere Alternativen, darunter koffeinfreie Kräutertees mit beruhigender Wirkung, Zichoriengetränke, die wie Kaffee schmecken, und entkoffeinierte Kaffeegetränke oder Produkte auf Getreidebasis, die keine anregende Wirkung auf den Körper haben.

