In den letzten Tagen ist in der Ukraine ein Skandal ausgebrochen, bei dem es um Missbrauch durch Beamte geht, die Waisen als Deckmantel benutzten, um ihre Angehörigen ins Ausland zu bringen.
Laut Angaben des Ombudsmanns Dmytro Lubinets haben Mitarbeiter des Kiewer Dienstes für Kinder- und Familienangelegenheiten zusammen mit dem Zentrum für soziale und psychologische Rehabilitation von Kindern ihren Status und ihre Verantwortung missbraucht, indem sie die Reiseerlaubnis für Waisen als Mittel nutzten, um ihre Verwandten ins Ausland zu bringen.
Danach kehrten die falschen „Escorts“ nicht in die Ukraine zurück.
Im März 2022 wurden 68 Kinder aus dem Kinderrehabilitationszentrum zusammen mit 20 Begleitpersonen in ein Kinderlager in der Stadt Wuppertal in Deutschland evakuiert.
Später stellte sich heraus, dass sich keine ukrainischen Begleitschutzkräfte mehr auf dem Lagergelände befanden und die Kinder ausschließlich unter der Obhut der deutschen Seite standen.
Es wurde außerdem bekannt, dass sich unter den Begleitern auch Personen befanden, die keinerlei Bezug zu diesem Bereich hatten und erst am Vortag Angestellte der Institutionen geworden waren, und einige waren noch nie zuvor angestellt gewesen.
Unter diesen Personen befindet sich ein enger Verwandter des Leiters des Dienstes für Kinder- und Familienangelegenheiten von Kiew sowie ein Verwandter des Leiters des Zentrums für soziale und psychologische Rehabilitation von Kindern Nr. 1 in Kiew.
Die Begleiter traten alle von ihren Posten zurück, nachdem sie sich im Ausland wiedergefunden hatten, und keiner von ihnen arbeitet mehr in diesen Organisationen. Sie sind jedoch nicht in die Ukraine zurückgekehrt.

