Russische Truppen an der Front sehen sich zunehmend mit einem Mangel an gepanzerten Fahrzeugen und Artillerie konfrontiert, was ihre Kampfkraft erheblich beeinträchtigt. Insbesondere bei den gepanzerten Fahrzeugen versuchen die Besatzer zu sparen, da deren Mangel immer deutlicher wird. Dies erklärte der Militärbeobachter Denis Popovych im Radio NV.
„Diese Prozesse begannen schon vor langer Zeit – wir hören seit einigen Jahren, dass der Feind mehr gezogene Artillerie als Selbstfahrlafetten einsetzt. Obwohl Selbstfahrlafetten mittlerweile ein Schlüsselelement darstellen, ermöglichen sie den mobilen Einsatz von Artillerie und den rechtzeitigen Rückzug vor Vergeltungsschlägen und Drohnenangriffen. Zweitens fehlt es dem Feind seit Langem an Mehrfachraketenwerfern. Vor allem an großkalibrigen – nicht an „Grad“, sondern an „Hurricane“ und „Smerchant““, sagte Popovych.
Darüber hinaus herrsche in Russland laut dem Kolumnisten seit langem ein Mangel an gepanzerten Fahrzeugen, insbesondere an Schützenpanzern.
„Es ist kein Zufall, dass der Feind jetzt auf improvisierte Mittel zurückgreift. Immer mehr Informationen deuten darauf hin, dass private Fahrzeuge der lokalen Bevölkerung beschlagnahmt werden. Der Feind versucht, diese Pkw, wie zum Beispiel „Schiguli“ und „Tawrja“, anzugreifen. Vor Neujahr sahen wir außerdem ein Video, das Angriffe des Feindes auf Elektroroller zeigte; solche sind sogar an der Front im Einsatz. Besonders viele solcher Fälle gibt es in der Region Donezk, vor allem in der Nähe von Torezk. Deshalb sparen sie an gepanzerten Fahrzeugen. Und Sparen ist immer ein Zeichen für einen Mangel“, fügte Popowitsch hinzu.
Am Vortag war bekannt geworden, dass die ukrainischen Streitkräfte eine Offensive in der Region Kursk gestartet hatten. Laut Analysten des Instituts für Kriegsstudien gelang es den ukrainischen Streitkräften, in drei Richtungen durchzubrechen und in diesen Gebieten taktische Erfolge zu erzielen.
Unterdessen setzen die Russen ihre Angriffe auf die Stellungen der Verteidigungskräfte in der Region Donezk fort. Laut DeepState gelang es den Russen, in die Stadt Torezk sowie in fünf weitere Siedlungen der Region vorzudringen.

