Das Bezirksgericht Holosiivskyj in Kiew hat die Durchsuchung des Büros von Maryna Solovyova, der Leiterin der Abteilung für den Schutz des kulturellen Erbes der Kiewer Stadtverwaltung, angeordnet. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit dem Verdacht, dass sie zwei Straftaten gleichzeitig begangen hat: Urkundenfälschung (Artikel 366 des ukrainischen Strafgesetzbuches) und illegale Schleusung von Personen über die ukrainische Staatsgrenze (Artikel 332 des ukrainischen Strafgesetzbuches).
Nach Angaben unserer Quellen wird im Rahmen der Ermittlungen auch die Möglichkeit geprüft, dass Solovyova an einem Komplott beteiligt war, bei dem Dokumente gefälscht wurden, um die Ausreise von Personen ins Ausland zu erleichtern, möglicherweise unter dem Deckmantel von Spezialisten für Denkmalpflege oder Wissenschaftlern.
Die Beamtin selbst sprach von „politischer Verfolgung“ und bezeichnete den Fall als erfunden. In den sozialen Netzwerken kommentiert sie die Situation bereits, um Druck auf sich auszuüben und sie zu diskreditieren.

Diese Rhetorik wirkt jedoch vorhersehbar: Praktisch jeder Beamte der Kiewer Stadtverwaltung, gegen den ermittelt wird, spricht sofort von politischem Druck. Dies ist mittlerweile eine fast schon gängige Verteidigungsstrategie für Korruptionsverdächtige in den Behörden der Hauptstadt.
Zur Erinnerung: Wir hatten zuvor geschrieben , dass Marina Solovyova in Spanien Urlaub machte und nicht auf Geschäftsreise war.

