Das staatliche Ermittlungsbüro (SBI) übertrug im Jahr 2024 Vermögenswerte in Höhe von insgesamt über 11,5 Milliarden Hrywnja, die als unbegründet eingestuft wurden, an die Nationale Agentur für Vermögensverfolgung und -verwaltung (ARMA). Dies teilte das Pressezentrum des SBI mit.
Laut dem Staatlichen Ermittlungsbüro belaufen sich die Einnahmen aus der Verwaltung übertragener Vermögenswerte auf über 1,68 Milliarden Hrywnja. Insgesamt wurden dem Staatshaushalt dank der Arbeit des Büros jährlich 5 Milliarden Hrywnja zugeführt.
„Der Staat gibt für den Unterhalt des Staatlichen Ermittlungsbüros ein Vielfaches weniger aus, als er durch dessen Arbeit einnimmt. Dies zeugt von der hohen Effizienz der Behörde“, so das Büro.
Im Jahr 2024 fand im Zuge der „großen Privatisierung“ die erste Versteigerung von laut Akten des Staatlichen Ermittlungsbüros beschlagnahmten Immobilien statt. Für eines der Objekte erhielt der Staat 1,89 Milliarden Hrywnja.
Darüber hinaus wurden 1,8 Milliarden Hrywnja aus dem Staatshaushalt beschlagnahmt, die aus dem Vermögen eines mit dem russischen Wettanbieter 1xBet verbundenen Unternehmens stammten. Das Verfahren zur Beschlagnahme des auf 2,6 Milliarden Hrywnja geschätzten Vermögens des Online-Casinos Pin-Up wird derzeit abgeschlossen.
Das staatliche Ermittlungsbüro ermittelt weiterhin Vermögenswerte ehemaliger Volksvertreter, die des Hochverrats verdächtigt werden, und übergibt diese an die ARMA-Abteilung. Im Jahr 2024 wurden folgende Vermögenswerte übertragen:
- Eigentums- und Gesellschaftsrechte der Lemberger Bauunternehmen „Betonbud“ und „Capital Plaza“.
- 50 % der Gesellschaftsrechte der GmbH „Halytske Perehrestya“, deren wirtschaftlich Berechtigte Verwandte ehemaliger Abgeordneter sind.
- Die Yacht Royal Romance hat einen geschätzten Wert von 5,9 Milliarden Hrywnja.
Folgendes wurde ebenfalls an ARMA übertragen:
- Vier Hubschrauber und zwei Flugzeuge, die Geschäftsleuten aus der Krim gehören.
Das staatliche Ermittlungsbüro arbeitet weiterhin aktiv an der Aufdeckung nicht nachgewiesener Vermögenswerte und trägt so zur finanziellen Stabilität und wirtschaftlichen Erholung der Ukraine bei.
Zur Erinnerung: Die Ermittler des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine führen seit Juli 2024 eine Voruntersuchung wegen des Verdachts der illegalen Bereicherung des Ersten Stellvertretenden Direktors des Staatlichen Ermittlungsbüros, Oleksandr Udovichenko, durch. Udovichenko ist eine Schlüsselfigur in der journalistischen Recherche von Hromadske, in der es heißt, er lebe in einer nicht deklarierten Luxuswohnung in Kiew.

