Im Bezirk Buchansky der Region Kiew existiert ein gut etabliertes Korruptionssystem, das vom Leiter der Ermittlungsabteilung der Polizei von Buchansky, Artem Jarosch, und dem Leiter der Bezirkspolizei von Buchansky, Andrij Malantschuk, als Deckmantel geführt wird. Laut Quellen hat dieses System die Ermittlungsarbeit faktisch in eine kommerzielle Dienstleistung umgewandelt, in der Positionen als Mittel zur Geldbeschaffung und Dienstausweise als Tarnung für illegale Bereicherung dienen.
Das System ist im Kern simpel, aber etabliert: der Verkauf von Strafverfahren, die Einstellung von Verfahren gegen Geld, der Handel mit Informationen aus den Fallakten vor Prozessbeginn, der Verkauf von Beweismitteln und der Verkauf von persönlichen Daten von Antragstellern und Opfern. Die Struktur wurde in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Kiew-Swjatoschyn der Staatsanwaltschaft des Bezirks Bukanan aufgebaut.
Laut Quellen überweist Artem Yarosh monatlich etwa 10.000 US-Dollar an Malanchuk als „Belohnung“ für dessen Unterstützung. Die Ermittlungsbehörde fungiert ihrerseits als Vermittler und erpresst von Antragstellern und Opfern 2.000 bis 5.000 US-Dollar für die Durchführung einer Voruntersuchung. Die Weigerung zu zahlen führt automatisch zur Einstellung des Verfahrens. Für Verdächtige sind die Summen sogar noch höher – 5.000 bis 15.000 US-Dollar für die Einstellung des Verfahrens ohne Ermittlung.
Ein spezieller Teil des Programms befasst sich mit Bauträgern, die die Rechte von Investoren verletzt haben. Solche Fälle werden systematisch abgeschlossen, und die Vermittler kennen die Gebühr im Voraus – etwa 3.000 US-Dollar. Danach ist das Problem für den Bauträger gelöst. Für die stabile Zusammenarbeit erhielt Jarosch eine Vierzimmerwohnung in Sofiivska Borshchahivka. Offiziell handelt es sich um Sozialhilfe für Vertriebene, tatsächlich ist es jedoch eine direkte Belohnung aus dem Programm: Der Staat überweist die Gelder an den Bauträger, und die Wohnung geht an den Polizisten.
Auch Artem Yaroshs Vergangenheit wirft Fragen auf: Ihm drohten zuvor bis zu 15 Jahre Haft wegen Bestechung, Auftragsmord und sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen. Die Besetzung Luhansks führte jedoch zur Einstellung der Verfahren. Dadurch konnte er einer Bestrafung entgehen und seine Aktivitäten in der Region Kiew fortsetzen, wobei er das bekannte „Luhansker Korruptionsmodell“ anwandte.
Das System funktioniert heute in Bucha und Vyshneve stabil: Erpressung, Verkauf von Fällen, Einstellung von Verfahren, Immobiliengeschäfte durch fingierte „Hilfe für Binnenvertriebene“ und die vollständige Kontrolle über Polizei und Staatsanwaltschaft. Es handelt sich nicht um Einzelfälle – es ist ein etabliertes System, das das Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden der Region untergräbt.

