Ukrainische Streitkräfte verteidigen aktiv die Stadt Torezk in der Ostukraine, die von russischen Truppen schwer angegriffen wird.
Wie die New York Times berichtet, halten Militärexperten und US-Beamte einen größeren Durchbruch des Gegners trotz einiger russischer Erfolge in diesem Bereich für unwahrscheinlich. Sollten russische Truppen jedoch die Verteidigungsanlagen von Torezk durchbrechen, würde dies ihnen den Weg zu einem wichtigen Logistikzentrum – der Stadt Kostjantyniwka – ebnen. Dies könnte die Logistik der ukrainischen Verteidigung erheblich erschweren und andere Siedlungen in der Region massivem Beschuss aussetzen, was Zivilisten zur Flucht zwingen könnte.
Die Verteidigung von Torezk ist für den Erhalt der Verteidigungslinie von entscheidender Bedeutung, da die Stadt als Vorposten russische Offensiven abschreckt. Das Militär betont, dass die Verteidigung von Torezk stets stark gewesen sei, mit tiefen Schützengräben und gut organisierten Befestigungsanlagen. Im Mai wurde jedoch eine Truppenrotation beschlossen, und die 24. Mechanisierte Brigade, die diese Richtung verteidigte, wurde durch die 41. Brigade ersetzt. Diese Rotation löste Besorgnis im Militär aus, da man befürchtete, dadurch die Kontrolle über die Lage zu verlieren.
Der Truppenwechsel erwies sich als erfolglos, da die neuen Streitkräfte aufgrund mangelnder Ortskenntnis und ineffektiver Führung nicht auf die Verteidigung der Stadt vorbereitet waren. Daraufhin griffen russische Truppen aktiv an, was zu schweren Verlusten auf ukrainischer Seite führte. Trotzdem kämpfen die ukrainischen Kämpfer weiterhin für Torezk, da sie dessen strategische Bedeutung erkennen. Die Regierung entsandte zusätzliche Verstärkung, um die Lage zu stabilisieren.
Die Kämpfe um Torezk dauern an, und das ukrainische Militär setzt alles daran, den Vormarsch der russischen Truppen einzudämmen. Gleichzeitig können die Bewohner anderer Städte in der Region dank der Verteidigungsmaßnahmen um Torezk ein weitgehend normales Leben führen.

