Laut den Ermittlungen des Büros für Wirtschaftssicherheit (BEB) haben die Betreiber des Online-Casinos „Kosmolot“ 5,4 Millionen Euro illegal an Scheinfirmen in Großbritannien überwiesen. Der Fall betrifft die Gesellschaft mit beschränkter Haftung „Spaceix“, die in der Ukraine unter der Marke „Kosmolot“ Glücksspiele betrieb.
Schon vor der offiziellen Lizenzierung für das Glücksspielgeschäft betrieb das Unternehmen diese Aktivitäten aktiv. Mithilfe zahlreicher Spiegel-Websites, darunter ifenergy.com.ua, cosmolotcasino.com, era.tv.com.ua und andere, führte „Spaceix“ umfangreiche Geschäfte durch, die die Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden auf sich zogen. Viele dieser Seiten wurden tatsächlich von „Spaceix“ kontrolliert.
Zu den weiteren von dem Unternehmen genutzten Websites gehören cosmolot24-casino.xyz, cosmolot-24.com.ua und cosmolot-online.kiev.ua. Laut Informationen aus dem Strafverfahren wird diese Aktivität eingehend untersucht und könnte schwerwiegende rechtliche Konsequenzen für die Eigentümer und Beteiligten von SpaceX haben.
Selbst nach Erhalt einer Lizenz der Kommission zur Regulierung von Glücksspiel und Lotterien (KRAL) setzte das Unternehmen seine illegalen Aktivitäten fort und verstieß damit gegen die ukrainische Glücksspielgesetzgebung. Die Nutzung von Spiegel-Websites, die stilistisch und inhaltlich der offiziellen Website cosmolot.ua ähneln, deutet auf die Absicht hin, das Gesetz zu umgehen.
Laut Daten aus der Orbis-Datenbank überwies Spacex LLC im Zeitraum vom 9. September 2021 bis zum 15. Februar 2022 Gelder in Höhe von 5,4 Millionen Euro an Adressen von Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich: KYCAID LIMITED mit einem Kapital von 90 US-Dollar und Splash Technology Ltd (stellte ihre Tätigkeit am 18. Februar 2014 ein).
Diese Gelder scheinen unter dem Deckmantel eines Software-Abonnements (eines persönlichen Identifizierungsdienstes) überwiesen worden zu sein.
Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Identifizierung (Verifizierung, Datenerfassung) von Spielern oder Besuchern von einem Mitarbeiter des Glücksspielveranstalters durchgeführt wird, bis die Wette über das Internet angenommen wird. Dabei werden Identifizierungsmethoden und/oder andere Verifizierungsmethoden verwendet, die den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz personenbezogener Daten und den Regeln des Glücksspielveranstalters entsprechen.
Die Identifizierung (Verifizierung, Datenerfassung) von Spielern im Internet erfolgt durch den Veranstalter von Glücksspielen mittels einer elektronischen Signatur, einer SIM-Karte mit Unterstützung für das MobileID-Verfahren, das BankID-Verfahren oder anderer, den gesetzlichen Bestimmungen entsprechender Verifizierungsmethoden.
Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte ist die Einbindung externer Spieleridentifizierungsdienste weder logisch noch wirtschaftlich sinnvoll, was auf Risiken im Zusammenhang mit der Legalisierung von durch kriminelle Machenschaften erlangtem Vermögen hindeuten könnte. Darüber hinaus hinterzogen die Eigentümer des Unternehmens laut dem Büro für Wirtschaftssicherheit (BEB) Steuern in Höhe von 30,2 Millionen Hrywnja.
Die Geschäftsführerin des Unternehmens „Spaceix“ ist Oksana Ilyichova. Als Eigentümer sind Sergey Potapov und Arnulf Ekkehard Neumann-Damerau (EuroAtlantic Group) aus Großbritannien eingetragen.

