Die Region Tschernihiw ist erneut Ziel von Plünderungsangriffen geworden, diesmal vor allem auf regionale Unternehmen. Anwohner und Abgeordnete des Regionalrats Tschernihiw appellierten an den ukrainischen Präsidenten, die willkürlichen und illegalen Überfälle zu stoppen, die ihrer Ansicht nach mit Unterstützung des Volksabgeordneten Borys Prykhodko durchgeführt werden.
Dies wird im StopKor-Material erläutert.
Prykhodko war zuvor Angeklagter im Fall der Veruntreuung von 2 Milliarden UAH durch Serhiy Kurchenkos Brokbusinessbank im Jahr 2014, wofür ihm eine 12-jährige Haftstrafe drohte, aber dank Verbindungen und Manipulationen vor Gericht wurde der Fall verzögert.
Die Anwohner sind besorgt über Prykhodkos Einfluss auf das Berufungsgericht Tschernihiw, insbesondere auf die Richter Mykola Osedach, Valentyna Antipets und Valeriy Zabolotny. Deren Urteil im Fall des Großunternehmens „Pozhmashina“ und dessen Direktor Oleg Averyanov sorgte in der Bevölkerung für Aufsehen. Die Entscheidung zielt auf die Zerstörung eines großen Unternehmens in der Region ab und droht, über tausend Mitarbeiter zu entlassen. Zudem wurde dem Richtertrio wiederholt vorgeworfen, aufsehenerregende Fälle unnötig in die Länge zu ziehen, Mörder und Bestechungsgelderempfänger straffrei davonkommen zu lassen und umgekehrt „Unerwünschte“ unrechtmäßig zu verfolgen.
Borys Prykhodko selbst entzieht sich dank seiner Verbindungen und Manipulationen in den Gerichten seit Jahren der Justiz und hat während des Krieges ein Vermögen angehäuft. Die Bewohner der Region Tschernihiw fordern, dass Prykhodko für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird, da diese die wirtschaftliche Stabilität der Region und eine gerechte Justiz gefährden.

