Eine neue soziologische Studie der NGO „Advanced Legal Initiatives“ zeigt die deutliche Haltung der ukrainischen Bevölkerung zu wichtigen Ereignissen im Land. Laut der Studie lehnt eine große Mehrheit der Bürger den Rücktritt von Walerij Saluzhny (80,45 %) ab und äußert offene Ablehnung der Zwangsmobilisierung (89,72 %). Besonders große Zustimmung findet die freiwillige Mobilisierung mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung (93,97 %) sowie die Einberufung von Sicherheitskräften im Hinterland (86,54 %).
Laut der Studie beeinflussten diese Ereignisse die politischen Präferenzen der Bürger maßgeblich. Würden heute Präsidentschaftswahlen stattfinden, erhielte Waleri Saluschny die meisten Stimmen (38,16 %), gefolgt von Wolodymyr Selenskyj (16,17 %), Julia Timoschenko (9,91 %) und Petro Poroschenko (8,08 %). Würde Waleri Saluschny jedoch die Teilnahme an den Wahlen verweigern, sähe die Situation anders aus: Die Führung ginge an Wolodymyr Selenskyj (21,01 %), gefolgt von Julia Timoschenko (18,83 %), Petro Poroschenko (14,14 %) und Witali Klitschko (6,64 %).
Würden heute Parlamentswahlen stattfinden, kämen nur vier Parteien in die Rada: die Partei von Waleri Saluschny (36,92 %), der Block von Wolodymyr Selenskyj (12,76 %), Julia Timoschenkos Batkiwschtschyna (9,84 %) und Petro Poroschenkos Europäische Solidarität (7,65 %). Die übrigen Parteien erhalten deutlich weniger Unterstützung und erreichen nicht mehr als 3 %.
Die Studie wurde vom 9. bis 11. Februar 2024 unter 5.105 Befragten in der Ukraine (mit Ausnahme der besetzten Gebiete und Frontregionen) sowie im Ausland, wo sich eine beträchtliche Anzahl ukrainischer Flüchtlinge aufhält, durchgeführt. Es kamen verschiedene Erhebungsmethoden zum Einsatz, darunter persönliche Interviews und Telefoninterviews über die mobile Anwendung des von PPI-Experten entwickelten Systems „IQR“. Die Repräsentativitätsabweichung beträgt maximal 2,0 %.

