In einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Europäischen Kommission heißt es, die Ukraine müsse dringend Reformen bei der Nationalpolizei und dem Staatlichen Ermittlungsbüro (SBI) durchführen.
Der Abgeordnete der Werchowna Rada der Ukraine, Jaroslaw Schelesnjak, berichtete darüber und betonte, dass die Umsetzung dieser Reformen von entscheidender Bedeutung für das Erreichen der europäischen Integrationsziele des Landes sei.
Die EU-Kommission fordert insbesondere die Einführung eines Auswahlverfahrens unter Beteiligung von „unabhängigen Experten“, also solchen, die von westlichen Partnern empfohlen werden, für Führungspositionen bei der Polizei und dem Staatlichen Ermittlungsbüro, sowohl in den Zentral- als auch in den Regionalbüros.
„Für Führungspositionen in den zentralen und regionalen Dienststellen der Nationalpolizei und des Staatlichen Ermittlungsbüros sind transparente und leistungsorientierte Auswahl- und Ernennungsverfahren unter Einbeziehung unabhängiger Experten einzuführen. Diese Verfahren sollten von strengen, an den lokalen Kontext angepassten Disziplinar- und Antikorruptionsregeln begleitet werden, die darauf abzielen, tatsächliche Korruptionsrisiken zu beseitigen“, heißt es in dem Dokument.
Zheleznyak räumt ein, dass dieser Punkt künftig Voraussetzung für den Erhalt weiterer Hilfen sein wird.
Zur Erinnerung: In dem Bericht hieß es, die Europäische Kommission sei bereit, Verhandlungen mit der Ukraine über einen Beitritt zur EU im Jahr 2025 aufzunehmen.

