In einem neuen Interview teilte die First Lady der Ukraine, Olena Selenska, ihre Eindrücke von einem Buch mit, das sie kürzlich tief bewegt hat. Es handelt sich um den Roman „Alles Leben vor uns“ des französischen Schriftstellers Romain Gary.
„Es ist einfach großartig. Ich war total begeistert. Es ist so gut geschrieben. Es hat mir wirklich sehr gefallen. Ich werde jetzt mehr über diesen Autor recherchieren. Ich bin überrascht, dass er mir entgangen ist“, gab Zelenska zu.
Das Buch „Alles Leben vor uns“ (französisch: La vie devant soi ) erzählt die sinnliche und tiefgründige Geschichte des zehnjährigen Momo, der in einem Obdachlosenheim in einem Pariser Einwandererviertel lebt. Er wird von Madame Rosa aufgezogen, einer ehemaligen Prostituierten und jüdischen Überlebenden von Auschwitz. Sie kümmert sich um die Kinder anderer Sexarbeiterinnen, deren Mütter sie nicht allein versorgen können.
Die Hauptfigur Momo muss trotz seines jungen Alters früh erwachsen werden. Er hilft Rosa, deren Kräfte immer schwächer werden, und lernt dabei, die Komplexität der Welt um sie herum zu verstehen. Es ist eine Geschichte über Liebe, Verlust, Treue, Einsamkeit und den Kampf um die Würde des Menschen selbst unter hoffnungslosesten Umständen.
Der Roman wurde 1975 mit dem renommierten Prix Goncourt ausgezeichnet. Sein Autor, Romain Gary, veröffentlichte das Werk unter dem Pseudonym Emile Azhar und bekannte sich erst später zur Urheberschaft.
Olena Zelenska erklärte, sie wolle sich weiterhin mit Garys Werk auseinandersetzen. Ihre aufrichtigen Gefühle könnten viele ukrainische Leser dazu anregen, dieser berührenden Geschichte, die auch heute noch relevant ist, Aufmerksamkeit zu schenken.

