Freiwillige in Mykolajiw profitierten von der UN-Hilfe

In Mykolajiw wurde ein illegaler Handel mit humanitärer Hilfe aufgedeckt, an dem vier Freiwillige einer Hilfsorganisation und ein lokaler Unternehmer beteiligt waren. Laut den Ermittlungen verkauften sie Lebensmittelpakete des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen im Wert von über 600.000 Hrywnja.

Wie funktionierte das System?

Statt die humanitäre Hilfe an die Bedürftigen weiterzuleiten, entnahmen die Angreifer wertvolle Produkte aus den Paketen, entfernten die Etiketten „Nicht zum Verkauf“ und „Humanitäre Hilfe“ und verpackten sie anschließend neu, um sie auf dem lokalen Markt zu verkaufen.

Bei den Durchsuchungen stellten die Strafverfolgungsbehörden Folgendes fest:

  • etwa 2.000 Lebensmittelrationen wurden zur Umverpackung vorbereitet;
  • mehr als 6.800 Kisten und 200 Säcke mit Lebensmitteln ;
  • 16.000 Dosen Konserven;
  • 5 Millionen Hrywnja in bar.

Die Angeklagten wurden über den Verdacht gemäß Artikel 201-2 Absatz 3 des Strafgesetzbuches der Ukraine informiert, der die Haftung für die illegale Verwendung humanitärer Hilfe zum Zwecke des Gewinns vorsieht.

Das durch die Untersuchung bestätigte Gesamtumsatzvolumen beträgt über 600.000 Hrywnja.

Der Skandal hat in der Bevölkerung Empörung ausgelöst, da humanitäre Hilfe für viele Kriegsopfer lebensnotwendig ist. Die Staatsanwaltschaft verspricht, solche Verbrechen mit aller Härte zu bestrafen, da sie das Vertrauen in Hilfsorganisationen untergraben.

Die Ermittlungen laufen. Die beschlagnahmten Produkte und das Geld werden an wohltätige Zwecke zurückgegeben, damit sie unter den Opfern verteilt werden können.

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