Die EU-Klimasteuer wird die ukrainischen Exporte zerstören

Mit dem Inkrafttreten der CO2-Steuer CBAM der Europäischen Union ab 2026 drohen der Ukraine erhebliche wirtschaftliche Verluste. Laut GMK Center könnten die gesamten Exportverluste zwischen 2026 und 2030 4,6 Milliarden US-Dollar übersteigen, und nach 2030 könnte das Land den Export von Zement, Düngemitteln, Roheisen, Vierkantknüppeln und Langprodukten einstellen.

Auswirkungen auf die Exporte

Nach der kriegsbedingten Blockade der Seehäfen wurde die EU zum wichtigsten Handelspartner der Ukraine. Die Einführung der handelsbezogenen Umweltabgabe (CBAM) wird jedoch zusätzliche Hürden für ukrainische Exporteure schaffen. Es wird erwartet, dass 15–17 % der ukrainischen Exporte in die EU unter diese Umweltabgabe fallen werden. Im Jahr 2023 beliefen sich die ukrainischen Exporte von CBAM-pflichtigen Gütern auf 3,6 Milliarden US-Dollar, wovon 93 % auf Eisenerzprodukte entfielen.

Analysten des GMK Center warnen vor steigenden Verlusten durch die CBAM-Steuer. Im Jahr 2026, dem ersten Jahr der vollständigen Umsetzung der Steuer, könnten die Exportverluste 202 Millionen US-Dollar erreichen, und bis 2030 könnten sie auf 1,4 Milliarden US-Dollar ansteigen.

BIP-Verluste

Die Verluste für die ukrainische Wirtschaft könnten aufgrund branchenübergreifender Verflechtungen sogar noch höher ausfallen. So könnten die BIP-Verluste im Jahr 2026 790 Millionen US-Dollar und im Jahr 2030 sogar 4,9 Milliarden US-Dollar betragen. Dies deutet darauf hin, dass sich die negativen Auswirkungen des CBAM nicht auf den Exportsektor beschränken, sondern auch andere Wirtschaftszweige betreffen werden.

Die Bedeutung des Exports in die EU

Exporte in die EU sind für ukrainische Unternehmen von entscheidender Bedeutung: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 exportierten ukrainische Betriebe 56,2 % ihrer Waren in die EU. Die Einführung des CBAM wird daher die wirtschaftliche Lage in der Ukraine verschärfen. Dies wiederum widerspricht den strategischen Interessen der EU, die die Ukraine unterstützt, da die Aufrechterhaltung der Handelsbeziehungen der Ukraine die Integration in die europäische Wirtschaft und die Stärkung der Staatsfinanzen ermöglicht.

Der Verband Ukrcement hat bereits erklärt, dass die Zahlung der CBAM-Umweltabgabe zu allgemeinen Bedingungen zu einem Wettbewerbsverlust für ukrainische Hersteller führen wird. Daher sollte die Regierung Verhandlungen über einen Beitritt zur CBAM zu deklarativen Bedingungen aufnehmen, die es ermöglichen würden, Berichte ohne Zahlung der Gebühr zu erstellen und den Krieg gemäß europäischer Gesetzgebung als Fall höherer Gewalt anzuführen.

Wie Politico berichtet, leistet Europa zwar finanzielle Unterstützung für die Ukraine, führt aber gleichzeitig eine CO₂-Steuer gemäß dem CBAM-Gesetz ein, die zu jährlichen Verlusten von 1,4 Milliarden Euro führen könnte. Diese Verluste ließen sich durch Verhandlungen mit der EU vermeiden, da das CBAM-Gesetz die Möglichkeit vorsieht, im Falle höherer Gewalt Vergünstigungen zu erhalten. Angesichts der aktuellen Lage in der Ukraine ist es daher absolut gerechtfertigt, die EU um eine Verschiebung dieser Entscheidung zu bitten.

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