Mehr als die Hälfte der Ukrainer konsultiert einen Arzt nur im Notfall, und lediglich 20 % der Bürger lassen ihre Impfungen regelmäßig auffrischen. Dies sind die Ergebnisse einer Umfrage von Rakuten Viber, an der rund 40.000 Nutzer teilnahmen.
Auf die Frage nach Vorsorgeuntersuchungen gaben 56 % an, nur bei gesundheitlichen Problemen einen Arzt aufzusuchen. Lediglich 19 % lassen sich regelmäßig jährlich untersuchen, weitere 12 % versuchen dies, können es aber nicht immer. 11 % gaben an, sich unregelmäßig untersuchen zu lassen, und 2 % erklärten, ausschließlich der traditionellen Medizin zu vertrauen.
Die Situation bei Impfungen ist noch weniger optimistisch. Nur 11 % der Befragten lassen ihren Impfschutz regelmäßig auffrischen, weitere 7 % nur teilweise. Der größte Anteil der Befragten (38 %) erwähnte Impfungen ausschließlich im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Gleichzeitig gaben 26 % an, nur in der Kindheit geimpft worden zu sein, und 16 % lassen sich überhaupt nicht impfen.
Die Umfrage ergab auch die Altersstruktur der Befragten: Mehr als die Hälfte der Befragten sind Ukrainer unter 45 Jahren, die größte aktive Gruppe ist zwischen 34 und 45 Jahre alt.
Experten betonen, dass die Vernachlässigung von Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen das Risiko schwerer, vermeidbarer Krankheiten erhöht. In Kriegszeiten und bei einem instabilen Gesundheitssystem verschärft sich dieses Problem noch.

