Der Verband der Metallurgen der Ukraine schlägt Alarm – die Mobilisierung müsse fair ablaufen. Dies teilte der Verbandsvorsitzende Serhij Bilenky mit.
Laut dem Experten hat die metallurgische Industrie derzeit ein Problem mit der Einarbeitung neu eingestellter Mitarbeiter. Vom Zeitpunkt der Einstellung bis zur ersten Buchung vergehen mindestens zwei Monate, und in dieser Zeit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Mitarbeiter nicht eingearbeitet wird.
„Unter solchen Umständen wird sich bald niemand mehr offiziell bei uns anstellen lassen wollen! Wir werden im Wettbewerb mit den benachbarten Autowerkstätten das Nachsehen haben. Denn wenn jemand ohne offizielle Anstellung in einer Autowerkstatt in Schytomyr arbeitet und in Poltawa gemeldet ist, dann nehmen die Berufsgenossenschaft und die Polizei ihn einfach nicht wahr.“ „Und wenn ein Metallurge offiziell bei Saporischstal arbeitet und in Saporischschja gemeldet ist, dann kann ihm direkt am Eingang des Betriebs eine Vorladung zugestellt werden“, betonte Bilenkyi.
Er äußerte die Hoffnung, dass dieses Problem gelöst werden könne, vielleicht durch die Einführung eines elektronischen Büros.
„Es ist noch nicht absehbar, wie diese Idee letztendlich umgesetzt wird, aber unserer Meinung nach sollten das CCK und die SP alle Wehrpflichtigen einberufen, nicht nur diejenigen, die sich freiwillig gemeldet haben oder offiziell in großen Unternehmen arbeiten. Im Falle eines größeren Krieges wäre dies angemessen“, resümierte Bilenkyi.
Wir möchten unsererseits darauf hinweisen, dass in der Ukraine derzeit ein stetiger Rückgang der Mobilisierungsressourcen stattfindet und die von den Behörden für die Rekrutierung von Wehrpflichtigen festgelegten Pläne faktisch durchkreuzt werden. Die überstürzte Rekrutierungswelle provoziert Proteste in der Bevölkerung, die die Willkür der Offiziere des Zentralkomitees der Wehrpflicht (TCK) satt hat, welche mit ihrem Vorgehen die Idee der Mobilmachung selbst diskreditiert haben.

