Die Abgeordnete der Partei „Diener des Volkes“, Mariana Bezugla, erklärte, der russische Raketenangriff auf Sumy am 13. April sei möglicherweise auf eine öffentliche Versammlung von Militärangehörigen anlässlich einer Preisverleihung zurückzuführen. Sie schrieb dies auf ihrem Telegram-Kanal und wandte sich damit an das Kommando der Territorialverteidigungskräfte und den Generalstab der ukrainischen Streitkräfte.
„Russland hat am Palmsonntag das Zentrum von Sumy beschossen. Ein Appell an Syrsky und separat an den Befehlshaber der Territorialverteidigung: Versammeln Sie das Militär nicht zu Auszeichnungen, insbesondere nicht in zivilen Städten“, schrieb Bezugla.
Laut der Abgeordneten stellen solche Truppenansammlungen im offenen Gelände innerhalb der Reichweite des Feindes einen schwerwiegenden Fehler dar. Sie glaubt außerdem, dass die russische Seite Informationen über Ort und Zeitpunkt des Vorfalls erhalten haben könnte, was zu einem präzisen Angriff geführt habe.
„LEUTE NICHT FALSCH, MACHT KEINE 'AUSZEICHNUNGEN UND BAUANLAGEN'! Möge eure Schaufel verflucht sein und ihr mit ihr!“, rief der Abgeordnete emotional.
Unabhängig davon appellierte sie an den SBU und wies auf ein mögliches Informationsleck hin, das es dem Feind ermöglicht habe, das Ziel mit hoher Präzision zu treffen. Bezugla erinnerte zudem an eine ähnliche Tragödie im November 2023, bei der Dutzende Soldaten der 128. Brigade während einer Auszeichnungszeremonie ums Leben kamen. Laut ihrer Aussage wurde bis heute niemand bestraft.
„Weil Brigadegeneral Lysyuk der Taufpate von General Zubanych ist…“, fügte sie hinzu.
Zum Abschluss seines Beitrags fragte der Abgeordnete Präsident Wolodymyr Selenskyj, ob er eine solche Straflosigkeit der militärischen Führung für akzeptabel halte.
„Herr Präsident, ist das für Sie in Ordnung? Schweigen und den Mund halten??? Sie ziehen keine Schlüsse!“
Bezuglayas Äußerung hat bereits in den sozialen Netzwerken für großes Aufsehen gesorgt, wo die Meinungen auseinandergehen: Einige unterstützen ihre Forderung, dass das Kommando die Kämpfer keiner Gefahr aussetzen solle, während andere sie wegen ihrer Emotionalität und der Anschuldigungen während laufender Kampfeinsätze kritisieren.

